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Aktuelle Meldungen
Weltmeisterschaft der 29er am Gardasee
11.08.2009 | Autor:
Admin | Druckversion |

In der Woche vom 19. Juli bis zum 25. Juli war es endlich soweit. Das Topevent der 29er die Weltmeisterschaft 2009 fand statt und zwar am Gardasee im Verein FRAGLIA-DELLA-VELA-RIVA in Riva, dem nördlichen Teil des Gardasees. Vielen Seglern ist dieser Verein aus Ihren Optitagen bekannt, da dort die legendärste Optiregatta Europas stattfindet, mit jährlich ca. 800 bis 1000 Booten. Insofern erwartete uns ein Ereignis mit professioneller Organisation und Windgarantie.
Wir, dass waren dieses mal die niedersächsischen Teams Meyer/Schmitz, Kraatz/Hagen, die Geschwister Stamer sowie Kim und Yannik Holste.
Einige von uns reisten schon eine Woche eher an, um sich auf das Revier und Wetter einzustellen. Zwar machen wir noch aus Teenyzeiten und jetzt mit dem 29er jedes Jahr zu Ostern eine Woche Training in Torbole, aber die Bedingungen im Sommer sind schon anders. Viel Sonne, Wärme und Wind bis 7 Beaufort sollten uns erwarten.
Das Team Holste startete die Trainingswoche mit einem Training beim ehemaligen Weltmeister auf dem 49er, Raimondo Tonello, dem "local Hero" am Gardasee. Viel Neues haben die Beiden erfahren und gelernt, sowie die Spezialitäten des Gardasees erfahren, welche Sie noch gut gebrauchen konnten. Danach stiegen auch die anderen Crews in das Training ein, welches durchweg bei guten bis sehr guten Bedingungen mit mäßiger Ora zum Aufwärmen für die WM diente. Der Starkwind blieb aber vor der WM komplett aus. Der Gardasee zeigte sich von der freundlichen Seite.
Das blieb aber nicht so. Pünktlich zur Eröffnungsfeier, bzw. Siegerehrung der 49er Weltmeister zeigte die Ora was sie so drauf hat. Das störte erst einmal keinen der Aktiven, gab es doch die frisch gebackenen 49er Weltmeister zu feiern. Im großen Veranstaltungssaal von Riva wurden die großen Vorbilder der 29er Segler gefeiert. Und wie erwartet ging der Titel in diesem Jahr an das australische Team Nathan Outteridge
und Iain Jensen. Was aber noch keiner ahnte, die Weltmeister wollten auch im 29er starten und die begehrte Trophäe gewinnen.
Das Proberennen vor der Eröffnungsfeier war bei noch gnädigen Windstärken ein guter Test für unsere Teams und sie konnten sich noch im Mittelfeld behaupten. Von den 184 gemeldeten Booten waren ca. 140 am Start und somit auch ein guter Test für die Leistungsfähigkeit der Konkurrenten.
Der nächste Tag wurde von uns allen mit Spannung erwartet und ein paar von uns hatten entsprechend viel Respekt und eine unruhige Nacht. Der Monag weckte uns mit böigem Vento. Aber am frühen Nachmittag ging es los. Die moderate Ora verstärkte sich auf etwa 7 Beaufort und wir alle mussten uns erst einmal auf diese Verhältnisse einstellen. Dazu kam die berüchtigte Gardaseewelle und das Lampenfieber. Aber tapfer hatten wir diesen ersten Tag ohne Bruch und Verletzungen überstanden. Schnell wurde klar, dass diese Verhältnisse den schweren Crews zum Vorteil werden sollte, wenn sich das Wetter in dieser Woche nicht änderte.
Die ersten drei Tage der Qualifikation blies die Ora beständig mit durchschnittlich 6 Beaufort. Das Team Meyer/Schmitz war, wie auf der Kieler Woche, das Einzige, das sich in die nächst höhere Gruppe qualifizieren konnte und startete damit in der Bronzefleet.
Trotzdem segelten alle Teams engagiert bis zur letzten Wettfahrt durch, auch wenn die Ora an den letzten drei Tagen kein Erbarmen zeigte.
Aber alle hatten unglaublich viel Spass auf dem Wasser. Wo kann man schon bei solchen Verhältnissen segeln und das in einem mit Spitzenseglern besetzten Feld. Die Erfahrungen die wir sammeln konnten waren riesig und eine menge Freunde aus aller Welt haben wir auch gewonnen.
Natürlich kam es dann so wie wir alle es geahnt hatten. Der Vorjahresweltmeister Steven Thomas mit seinem Vorschoter Blair Tuke (Australien) holte den begehrten Titel, gefolgt von den 49er Weltmeistern mit Ihren Steuerfrauen. Die ersten drei Plätze für die Australier belegen deren Überlegenheit in dieser Bootsklasse, die ja letztendlich auch von dort stammt.
So beendeten wir die Weltmeisterschaft mit einem Ergebnis, dass den bisherigen Trainingsstand widerspiegelt und freuen uns auf die nächste WM die in 2011 hoffentlich in Nordeuropa stattfinden wird.
Jetzt hieß es nur noch Koffer packen und ab auf die Bahn. Schließlich wollten wir zur Travemünder Woche und auf der Jugendmeisterschaft zeigen, was wir am Gardasee gelernt hatten.
Link: Ergebnisliste Link: Bilder Link: Video |
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