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Konstruktiv und ergebnisorientiert ...
18.04.2012 | Autor: Webmaster | Druckversion

... ist wohl die treffendste Beschreibung für das Gespräch mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt in Bremen zur beginnenden Segelsaison 2012. Eingeladen waren mit die Vorsitzenden des Segler-Verband Niedersachsen und des Regionalverbandes Segeln Weser-Ems sowie Vertreter unterschiedlicher Gruppen im Weserraum.

Unter der Überschrift „Gesprächskreis Freizeitschifffahrt“ fand am 20.03.12 die alljährliche Veranstaltung zur gegenseitigen Abstimmung und Information im WSA Bremen statt. Dazu füge ich ohne Anspruch auf inhaltliche Vollständigkeit diesem Artikel einen Auszug aus dem umfangreichen Bereich der abgehandelten Themenkreise, Sachverhalte und Ergebnisse bei. Selbstverständlich werden alle Maßgeblichen Details zu Maßnahmen auch auf dem üblichen Wege bekannt gegeben:
  • Zur (sog.) „Weseranpassung“ liegen der vorläufige Planfeststellungsbeschluss eine dagegen gerichtete Klage vor. Erwartet wird ein relativ zeitnaher Gerichtsentscheid. Das WSA bereitet sich nach eigenen Aussagen darauf vor, noch in 2012 die Baggerarbeiten beginnen zu lassen.
  • In diesem Zusammenhang schlägt der SVN vor, sich gemeinsam mit den anderen Fachverbänden aus Niedersachsen und Bremen um die Einrichtung eines Schlickfonds Weser, am Beispiel der Elbehäfen orientiert, zu bemühen. Dazu wird es in absehbarer Zeit Initiativen seitens des SVN geben.
  • Die heftig diskutierte Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung geht in eine weitere Runde. Angestrebt wird, wie bekannt, eine Reduzierung der Verwaltung und damit einhergehend eine Reduzierung des Netzes. Dazu werden in etwa 3 Monaten weitere Gutachten vorliegen, die insbesondere die Kategorisierung des Netzes, orientiert an auch sportschifffahrtsorientiertem wirtschaftlichen Nutzung, beinhalten soll. Erwartet werden erhebliche Probleme bei der Durchsetzung von Änderungen. Anstelle dessen werden alternative Betriebsformen untersucht. Der SVNwird über den Seglerrat und den DSV organisiert „am Ball“ bleiben.
  • Keine Änderungen sind beim Betrieb der Hunte-Eisenbahnbrücke zu erwarten. Eine zeitnahe Erneuerung der Brücke erscheint nach gutachterlichen Erwägungen wirtschaftlich nicht sinnvoll. Der Forderung der Sportbootverbände nach Optimierung der Lichtsignalführung kann, so das WSA, aus rechtlichen und technischen Gründen nicht nachgekommen werden. Geplant sind für 2012 diverse den Verkehr einschränkende Arbeiten an der Brücke und den Uferbereichen.
  • Den Problemen des Wellenschlags aus der Wasserskistrecke bei Hemelingen will das WSA mit Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verlegung der Wendestrecke begegnen.
  • Unter toleranterer Berücksichtigung der vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen bitten die Vertreter der Sportbootverbände eine zügigere Schleusung in der Kleinschifffahrtsschleuse Bremen.
  • An den innerstädtischen Brücken in Bremen werden ab 2012 die ausgewiesenen Durchfahrtsbreiten unter den Brücken geringfügig verengt werden.
  • Die Behördenvertreter weisen aus gegebenem Anlass auf die Genehmigungspflicht einer Vielzahl von wassergebundenen Veranstaltungen hin, in deren Zusammenhang auch Sicherheitsfahrzeuge seitens der Veranstalter zu stellen sind. Der SVN bittet dabei die Angemessenheit der Forderungen zu kontrollieren, da es für Vereine immer schwerer fällt, aus den eigenen Reihen Sicherheitsfahrzeuge zu stellen.
  • Als Ersatz für die Hubbrücke „ Huntebrücke“ ist eine neue Klappbrücke im Bau, durch diese Maßnahme wird es in 2012 zu Beeinträchtigungen der Nutzung kommen.
  • Im Bereich des Küstenkanals – deren Unterhalt mit Mitteln des SVN finanziell unterstützt wird – wird es bei niedrigem Pegelstand vorübergehend zu Problemen bei der Schleusung kommen. Der SVN drängt auf umgehende Behebung des Problems.
  • Der Neubau der Lesumbrücke Bremen Burg wird etwa Mitte 2012 eingeschoben, dadurch wird es vorübergehend zur Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs kommen.
  • Die Robbenbalje soll insbesondere auf Initiative des SVN weiterhin mittels Fahrwassertonnen gekennzeichnet werden.
  • In naher Zukunft ist mit einer Steigerung der Baumaßnahmen im Bereich der Windenergiemaßnahmen im Offshorebereich zu rechnen. Dadurch wird es zu Beeinträchtigungen der Nutzung der Seereviere kommen.
  • Auf Befragen erklären die Vertreter des WSA Bremen nicht für den Hadeler Kanal zuständig zu sein, da es sich dabei um ein Landesgewässer handelt.
  • Auf direkte Befragung durch den SVN zur Befahrensregelung vor dem Containerpier in Bremerhaven gibt das WSA folgende Auskunft:
  • Die Vor Jahren eingeführte Befahrensregelung habe sich bewährt, da die Großschifffahrt nur sehr enge Zeitfenster für ihre erforderlichen Manöver.
  • Die Konfliktsituation Berufs- zu Sportschifffahrt hat sich sowohl aus der Sicht der Berufsschifffahrt, als auch aus der Sicht der Behörden deutlich entschärft.
  • Nennenswerte Probleme gab es bei der Durchsetzung nicht.
  • Aus der Sicht des WSA Bremen sind keine Probleme bei Regattaveranstaltungen, z.B. „Rotesand-Regatta“ erkennbar.
  • Für die absehbare Zukunft ist keine Änderung der Befahrensregelungen geplant.

Insgesamt erwartet das WSA Bremen im Bereich seiner Zuständigkeit für die nächsten Jahre einen erheblichen Zuwachs an Schiffsverkehr!

Das Gespräch zwischen den Vertreterinnen und Vertretern des WSA Bremen und den Vertretern der Sportfachverbände aus den Ländern Bremen und Niedersachsen sind seit Jahren eine „feste Einrichtung“ im vertrauensvollen informativ gepflegten Umgang miteinander. Wir können feststellen, dass die Anregungen, Fragen und Bedenken der Vertreterinnen und Vertreter des Sports ernst genommen werden und im Vertrauen auf eine für alle Parteien tragbare Regelung sachliche Argumente ausgetauscht werden.
Es sei erlaubt, an dieser Stelle einmal seitens des SVN allen Beteiligten Dank zu sagen. Dank an die Behördenvertreterinnen und –vertreter, die sich als Dienstleister verstehen und so handeln. Dank an die Vertreterinnen und Vertreter der anderen Landesfachverbände, allen voran unseren Segelkameraden aus Bremen und Bremerhaven für die kameradschaftliche Art des sich gegenseitig unterstützenden Umgangs.

In diesem Sinne:
Ich wünsche Ihnen und Euch im Revier der Weser „und umzu“ eine erfolgreiche Segelsaison, „Mast- und Schotbruch“ und „Immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel“.

Peter Döscher
Erster Vorsitzender des SVN
Hannover, den 15. April 2012


Bild: Radarketten des WSA Bremen auf der Unterweser

 

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