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Daniel Hoffmann schreibt über die YES
05.06.2012 | Autor: Webmaster | Druckversion
Zur Regatta reisen wir Donnerstagabend mit unserem Wohnmobil in Kiel Schilksee an. Nach dem Einrichten auf der großen Campingwiese bereiten wir unser Boot vor und feiern ein Wiedersehen mit den anderen Mannschaften. Für Freitag ist ein Training geplant. Bei drei bis vier Windstärken trainieren wir mit unserer Trainingsgruppe auf der Ostsee.

Aufgrund der großen Teilnehmerzahl (102 Mannschaften) werden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Am ersten Regattatag herrscht Flaute in der Kieler Förde und wir müssen bis vier Uhr nachmittags auf den Abbruch warten. Sonntag geht es dann endlich los. Die Bedingungen sind für uns nicht ganz optimal. Es herrschen nur 1-3 Windstärken und eine für Kiel typische kurze und steile Welle. Leichtere Mannschaften werden durch diese Bedingungen bevorzugt. Trotzdem gelingen uns zwei erste Plätze. Die dritte Wettfahrt setzen wir gründlich in den Sand und sind natürlich tief enttäuscht. Wir starten schlecht und entscheiden uns zudem für die falsche Seite. Wir segeln, nach dem wir zwischenzeitlich nur 7 Boote hinter uns zählen, noch auf den 21. Platz, der aber letztlich als Streicher gewertet werden wird.

Am dritten Tag – neu motiviert - erkämpfen wir uns bei ähnlichen Bedingungen ohne Welle die Plätze drei und neun. Mit Gesamtplatz 3 sind wir das beste deutsche Herrenteam. Unser Trainer Ilja Wolf ist begeistert, da sich gleich zwei Teams aus unserer Trainingsgruppe für die WM in Irland qualifiziert haben. In der Frauenwertung haben sich Paulina Rothlauf und Madlen Geisler an der Vorschot (BYC München) die WM Tickets gesichert. Für die Herrenwertung haben mein Steuermann Oli und ich die Tickets ergattert.

Nach insgesamt 89 Wettfahrten in allen Bootsklassen, davon fünf im 420er, geht die größte Jugendregattaserie Europas am Pfingstmontag bei klasse Wetter zu Ende. Unsere Abfahrt wird Gott sei Dank durch die Preisverleihung mit der nachfolgenden Einladung zur WM nach Irland und dem im Haus der Athleten statt findenden 1. Briefing verzögert, so dass wir von dem Stau vor dem Elbtunnel nichts mehr mitbekommen. Gegen Mitternacht fallen wir todmüde aber glücklich und stolz auf unsere Leistung zu Hause ins Bett.

Die JWM findet vom 12.- 21.07.2012 in Dublin (Dun Laoghaire) statt und wird vom Weltseglerverband ISAF ausgerichtet. Sie ist der internationale leistungssportliche Höhepunkt im Jugendbereich, der sich von (Jugend-) Europa- oder Weltmeisterschaften in den einzelnen Bootsklassen durch olympiaähnliche Besonderheiten unterscheidet, wie zum Beispiel:
  • Ausrichtung in insgesamt acht Disziplinen
  • Startberechtigung von nur einem Teilnehmer/Mannschaft pro Nation und Disziplin
  • Stellung der segelfertigen einheitlichen Boote durch den Ausrichter
  • Gemeinschaftsunterbringung und Verpflegung aller teilnehmenden nationalen Teams
  • Jedes Team besteht aus maximal zwölf Jugendlichen der verschiedenen Bootsklassen mit einem Höchstalter von achtzehn Jahren und bis zu drei Trainern

Am Sonntag geht es mit einer weiteren großen Herausforderung wieder los. Diesmal nach Travemünde, zum Finale der eingeladenen 40 besten Segler Deutschlands in unserer Bootsklasse aus drei Qualifikationsregatten (DM 2011, Warnemünde und Schwerin). Hier segeln wir um die Teilnahmeberechtigung zur WM in Österreich oder zur JEM am Gardasee. Wir hoffen auf ein weiteres Ticket für ein internationales Großereignis.

Ihr hört wieder von uns

Daniel Hoffmann (BSV)
GER 52722

 

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