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Hansjürgen Dauda: Vorrang für freie Hafenzufahrt
Hansjürgen Dauda, Vorsitzender des Butjadinger Yacht-Clubs in Fedderwardersiel, hält viel davon, den Hafen Fedderwardersiel attraktiver zu machen. Vorrang müsse aber die freie Zufahrt zum Fischerei- und auch zum Sportboothafen haben.
Frage: Die Zufahrt zum Sportboot- und zum Fischereihafen Fedderwardersiel drohte zu verschlicken. Wie sieht es für die bevorstehende Segelsaison aus?
Dauda: Wir haben aufgrund der vielen Verhandlungen mit dem Hafenamt in Brake in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Butjadingen (BiBu) erreicht, dass im Priel Baggerarbeiten ausgeführt worden sind. Das ist im Oktober und November 2004 geschehen. Wir hoffen, dass die Baggerarbeiten dazu führen, dass sich die Situation stabilisiert und die Probleme, die noch zwischen dem Fischereihafen und dem etwas südlich davon gelegenen Yachthafen bestehen, wo das Fahrwasser enger geworden ist, sich auch lösen lassen. Grundsätzlich kann man sagen, dass unser Hafen nach wie vor gut zu erreichen ist. Wer bei uns über die Beton-Schwelle in den Yachthafen fahren kann, der kann ohne Probleme Fedderwardersiel erreichen und auch wieder zurück zur Weser fahren.
Frage: Was sind denn die Ursachen für die Verschlickung?
Dauda: Die Ursachen sind sicherlich vielfältiger Natur. Wir sind ein Tidehafen und die Lage ist vergleichbar mit anderen Tidehäfen an der Nordseeküste. Die natürlichen Veränderungen sind aber durch die seit Jahrzehnten andauernden Weservertiefungen und das Einzwängen des Flusses in Wasserbauwerke, erheblich verstärkt worden. Dadurch ist die Strömung im Fedderwarder Priel schwacher geworden. Das konnte man in den letzten Jahren ganz deutlich beobachten. Die früher offenen Sielhäfen Waddensersiel und Burhaversiel können nicht mehr erreicht werden. Der Priel ist kürzer geworden. Die Ursachen dafür sind ganz klar in den Vertiefungen der Weser zu suchen.
Frage: Die Bürgerinitiative Butjadingen will den Hafen Fedderwardersiel touristisch attraktiver gestalten. Wie stehen die Segler des Butjadinger Yacht-Clubs dazu?
Dauda: Wir sind für die Steigerung der Attraktivität des Yachthafens und des Fischereihafens. Wir selbst verfolgen ja in unserem Hafen die gleiche Politik. Durch den Bau unserer Bootshalle haben wir bewiesen, dass wir für die Zukunft investieren. Wir haben das Angebot für unsere Gäste durch das neue Hafenmeisterbüro, durch Waschmaschinen und dergleichen erhöht und damit die Attraktivität unseres Hafens erhöht. Die heutigen Segler wollen ja auch nicht mehr Opas alten Schlickhafen, sondern sie fordern einen gewissen Komfort, und den finden sie bei uns in zunehmendem Maße. Das ist also die gleiche Politik, die auch die Bürgerinitiative für den Fischereihafen betreibt. Wir finden allerdings, dass es nicht die Hauptaufgabe der Bürgerinitiative sein sollte, sich um die goldene Krabbe oder das Blinkfeuer im Fischereihafen zu kümmern. Sie ist einmal dafür angetreten, bei den Behörden und der Politik dafür zu kämpfen, dass Fedderwardersiel weiter vom Wasser her erreicht werden kann. Für uns stellt es sich mittlerweile so dar, dass unser Hauptproblem, nämlich Wasser vor dem Hafentor zu haben, bei der Bürgerinitiative inzwischen in den Hintergrund gerückt ist.
Autor: Admin
Artikel vom: 28.02.2005