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Drei Fragen an Sönke Forsthöfel - Wertvolle Trainingsmöglichkeit


Sönke Forsthöfel, Sportwart See im Vorstand des Segler-Verbandes Niedersachsen (SVN), hält es für richtig und wichtig, das Segeln in Tidegewässern zu trainieren. Dies spreche für niedersächsische Meisterschaften an der Küste.


Frage: Die niedersächsischen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften in Fedderwardersiel an der Nordseeküste litten unter geringer Beteiligung. War der Termin falsch?

Forsthöfel: Terminlich kann man es nie allen richtig machen. Es hat sich hier in Fedderwardersiel gezeigt, dass man für so eine Veranstaltung drei Tage veranschlagen muss. Wäre der Termin außerhalb der Ferien gelegt worden, hätten die Kinder gleich wieder für einen Tag aus der Schule genommen werden müssen, was bei vielen Eltern und Lehrern bestimmt nicht auf große Gegenliebe gestoßen wäre. Ich halte den Termin am letzten Ferienwochenende für geeignet. Was man in Zukunft verbessern kann, ist sicherlich eine rechtzeitige Terminierung, damit jeder in der Lage ist, langfristig zu planen.

Frage: Die Meisterschaften fanden erstmals in einem Tidegebiet statt. Was spricht für und was spricht gegen Fedderwardersiel?

Forsthöfel: Fedderwardersiel bietet uns einmal räumlich die Möglichkeit, viele Boote sowie Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte unterzubringen, um auch bei einem größeren Teilnehmerfeld das Ganze geordnet ablaufen lassen zu können. Fedderwardersiel hat ferner den Vorteil, dass man es mit einem Tidegewässer zu tun hat, das wiederum einigermaßen geschützt ist, was den Seegang angeht. Wenn man einmal die internationale Szene nimmt, finden Europa- und Weltmeisterschaften fast immer in Tidegewässern statt, so dass unsere jungen Segler sich daran gewöhnen sollten, im Strom zu segeln und sich mit den dort notwendigen Möglichkeiten und Taktiken anzufreunden. Das ist also auch eine wertvolle Trainingsmöglichkeit für spätere Ziele. Insofern gibt es eigentlich nur Positives über die Wahl des Austragungsortes zu sagen.

Frage: Ist es denn richtig, die niedersächsischen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften aller Klassen zum selben Termin am selben Ort auszurichten?

Forsthöfel: Da gibt es sicherlich verschiedene Meinungen. Ich halte es für richtig. Solche Veranstaltungen erfordern immer eine perfekte Infrastruktur. Es bedarf eines hohen finanziellen Einsatzes, und da überall die Mittel knapp sind, halte ich die Bündelung der Meisterschaften an einem Wochenende und an einem Ort für sinnvoll, zumal die Jugendlichen dann andere Bootsklassen kennenlernen und in der großen Gemeinschaft auch viel Spaß außerhalb des Segelns haben. Enttäuschend war es für uns, dass einige Klassenvereinigungen überhaupt nicht vertreten waren, dass sie nicht in der Lage waren, zehn Boote zu melden, was die Voraussetzung für eine niedersächsische Meisterschaft ist. Wir werden noch einmal nachforschen müssen, welche Gründe dafür vorlagen. Es ist eigentlich nicht hinzunehmen, dass bei solch wichtigen Veranstaltungen Klassenvereinigungen einfach nicht anwesend sind.


Autor: Admin
Artikel vom: 18.09.2006