Gleich zehn niedersächsische Segelvereine feiern in diesem Jahr ein Jubiläum. Dabei kann vor allem der Zwischenahner Segelklub auf eine besonders lange Vereinshistorie zurückblicken. 1893 gegründet feiert er nun seinen 125. Geburtstag. Der Vorstand des Segler-Verbandes Niedersachsen gratuliert herzlich zu diesem besonderen Jubiläum. Ihr 50-jähriges Bestehen feiern 2018 gleich neun niedersächsische Segelvereine. diese sind der
  • Kanu- und Segelclub Mardorf
  • Motor- und Yacht-Club Stade
  • Segelclub Hüttensee
  • Segel-Club Lohne / Dümmersee
  • Seglerverein Braunschweig
  • Wassersportverein Varel
  • Wolfsburger Yacht Club Allertal
  • Yachtclub Accumersiel
  • Wangerooger Yachtclub
Auch Ihnen einen herzlichen Glückwunsch zu diesem Geburtstag.

Hans-Georg Kurnol ist tot

Die niedersächsischen Segler trauern um den Ehrenvorsitzenden des Segler-Verbandes Niedersachsen

Hans geht nun auf seinen letzten Segeltörn. Er macht diese Reise allein. Es ist ihm noch einmal nachzuwinken und uns von ihm zu verabschieden. Das fällt uns nicht leicht. Wie seine Frau, seine Familie haben auch wir niedersächsischen Segler an seinem Segeltörn durch sein Leben teilgenommen; und sein Segeltörn war zum Teil auch unser Segeltörn.

Mit 14 Jahren startete seine Begeisterung fürs Segeln, nicht nur auf der Jade und im Wattenmeer, sondern später auch beruflich als Kapitän zur See zog es ihn auf die weiten Meere.

Auf seinem Segeltörn durchs Leben engagierte sich Hans schon sehr früh ehrenamtlich für die Segler und für den Segelsport. So gesellten sich viele, auch zum Teil sehr unterschiedliche Mitsegler auf seinem Törn mit dem selbstgebauten 30er Stahl-Jollenkreuzer.

Im Wilhelmhavener Segel-Club war Hans von 1955 bis 1977 erster Vorsitzender. Er war Reviervertreter Jade im Fachverband Segeln des Bezirks Weser-Ems. Von 1982 bis 1984 war er Vorsitzender des Fachverbandes Segeln im Bezirk Weser-Ems für den Segler – Verband Niedersachsen. Mitsegler auf seinem Segeltörn waren u.a. Paul Bömack, Rudi Neumann, Carl-Heiz Kaufmann und Ubbo Janssen. Hans überlies an Bord seinen Gästen oft das Segeln und übernahm dafür die Backschaft.

Von 1985 bis 2001 steuerte er als 1. Vorsitzender den Segler-Verband Niedersachsen durch zum Teil stürmische Wellen und hitzige Stürme, aber auch hier war immer mal Zeit mit seinen Vorstandskollegen auf einen Segeltörn zu gehen beispielsweise nach Helgoland. Ich erinnere mich noch an die lebhaften Erzählungen meines Vaters und eins ist mir dazu im Kopf geblieben: der Kohleofen unter Deck.

Stürmische Wellen auf dem Segeltörn des Verbandes besänftige Hans mit diplomatischen kurzen Worten, aber immer im Sinne der Segler und zugunsten des Segelsports an der Küste, dem Wattenmeer und Binnenseen Niedersachsens. Darüber hinaus stellte er ehrenamtlich stellte seine Erfahrung auf dem Schiff mit den grünen Segeln, der „Alexander von Humboldt“ zur Verfügung.

Nach seinem Vorsitz führte er sein Segeltörn ab 2001 bis heute als Ehrenvorsitzender im Segler – Verband Niedersachsen weiter.

2013 bekam Hans als Persönlichkeit, die sich in besonderem Maße für den Segelsport engagiert hat, die 125 Jahre Jubiläumsmedaille des Deutschen Segler – Verbandes verliehen. Zu Recht. In seiner Laudatio erinnerte der damalige DSV-Vizepräsident Udo Scheer daran, dass „es der Wilhelmshavener war, der in der Diskussion um das Befahren des Nationalparks Niedersächsischen Wattenmeer mit der Drei-Stunden-Regelung einen Kompromiss fand, der bis heute Bestand hat.“ Er bescheinigte dem Geehrten „großartiges Engagement“ für den Segelsport nicht nur in Niedersachsen, sondern in ganz Deutschland.

In letzter Zeit jedoch wurden seine Segeltörns weniger und wir werden sein Mitsegeln im Segler – Verband Niedersachsen vermissen. Hans segelt jetzt seinen Segeltörn allein weiter, unsere Gedanken segeln mit ihm.

Katrin Adloff

2. Vorsitzende Segler-Verband Niedersachsen

Wettfahrtleiter und Schiedsrichter Seminar in Niedersachsen

Einmal mehr zeigten unsere Multiplikatoren Ulli Stich und Detlev Spitczok wie man trockenen Stoff mundgerecht serviert. Regeländerungen, Empfehlungen und Richtlinien für Wettfahrtleiter und Schiedsrichter mit nationalen Lizenzen war das Thema des diesjährigen Aufbauseminars am Dümmer im SCD Clubhaus. Zahlreiche Ehrenamtliche folgten dem Angebot und ließen sich auf den neuesten Stand bringen.

Trainingsstart auf dem Wasser

Mit acht Optis hin, mit neun zurück
Niedersächsische Nachwuchssegler starten in Spanien in die Saison
Die Regattasaison für die niedersächsischen Opti-Segler läuft bereits: Mitte Februar machten sich die Segler des A-Kaders auf den Weg Richtung Süden, ins 1700 Kilometer entfernte spanische Palamos. Dort nahmen sie an der „International Palamos Trophy“ teil. Doch bevor sich die acht Jungen und Mädchen im Alter zwischen elf und 14 Jahren mit 550 Opti-Seglern aus der ganzen Welt messen konnten, gab es noch ein Trainingslager an der Mittelmeerküste. Dieses wurde unter anderem durch die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung gefördert.
„Die Bedingungen hier sind einfach ideal“, freut sich Niedersachsens Cheftrainer Tim Kirchhoff. Während in Deutschland die Seen langsam aber stetig immer weiter zufroren, konnten in Spanien die Optis zu Wasser gelassen werden. Und das bei Temperaturen von bis zu 15 Grad, Winden zwischen 5 und 20 Knoten und einer Welle bis zu 2,50 Meter. Da machte es dann auch nichts, wenn es zu der einen oder anderen Kenterung im Training kam. „Die Kids hatten ihren Spaß“, berichtet Kirchhoff. Vier anstrengende Trainingstage mit jeweils sechs Wasserstunden standen auf dem Programm, ehe die Regatta startete. Und die nutzten der Seglernachwuchs um Bootsbeherrschung und taktische Feinheiten nach der Winterpause wieder aufzufrischen. Los ging es jeden Morgen bereits um sieben Uhr, mit Sport noch vor dem Frühstück. Die letzte Einheit des Tages bildete dann zumeist die Videoanalyse. Und die stand selten vor 21 Uhr auf dem Programm. Unterstützt wurde Kirchhoff von einigen Eltern, die zum Teil gemeinsam mit ihrem Nachwuchs nach Spanien gereist waren.
So tolle Segelbedingungen beim Training herrschten, so schlecht wurden sie bei der Regatta. Von zwölf geplanten Wettfahrten fanden am Ende ganze drei statt und auch die nur bei Flaute. Bester niedersäschischer Segler im Feld der 550 Segler aus aller Welt, war am Ende der Braunschweiger Marko Gomercic als 132.. 
Übrigens: Wie vorausschauend es war, für die acht Optis des niedersächsischen Seglernachwuchses ein Zehn-Boote-Trailer mitzunehmen, zeigte sich am letzten Regattatag. Unter den 550 Teilnehmern der „International Palamos Trophy“ verloste der Veranstalter einen funkelnagelneuen Opti „Winner 3D Star“ – und den gewann Marko Gomercic.
Auch wenn die Regatta nicht optimal verlief, für Tim Kirchhoff steht fest: „Das machen wir jetzt jedes Jahr. Zur Saisoneröffnung werden wir künftig immer nach Palamos fahren. Bessere Bedingungen finden wir zu der Jahreszeit nirgends. Der Termin ist so lange ich das Training verantworte in Stein gemeißelt“, schwärmt Kirchhoff von den Bedingungen an der nordspanischen Mittelmeerküste.
Auch im März wartet auf die Segler des niedersächsischen Opti A-Kaders ein strammes Programm. An den ersten beiden Wochenende finden jeweils Trainingseinheiten am Steinhuder Meer statt, dann geht es zur ersten Regatta in Deutschland nach Bremerhaven ehe zum Ende des Monats in den Osterferien ein Trainingslager am Gardasee mit der Teilnahme an der „36° Lake Garda Meeting Optimist Class“ auf dem Programm steht.

Schwitzen für die neue Saison

Schwitzen für die neue Saison: Auch in den Wintermonaten trainieren die niedersächsische Kadersegler eifrig für die anstehenden Regatten. Einmal monatlich trafen sie sich jeweils für ein komplettes Wochenende im Jugendgästehaus in Lehmbruch am Dümmer. Mit dabei rund 45 Segler aus den Bootsklassen Opti, Laser, Europe und 420er.

Nicht nur Erholung – hier hat gleich nur noch Landestrainer Fabian Kirchhoff (links) gut Lachen: In der Schwimmhalle steht für die Lehrgangsteilnehmer ein Fitnesstest im Wasser auf dem Programm.

„Weihnachten hat keine Spuren hinterlassen“, freut sich Kadertrainer Fabian Kirchhoff nach der Februar-Trainingseinheit. „Wir geben die Werte, die unsere Leistungssegler bei den Fitnesstests ablegen, in eine Datenbank ein. Ein Vergleich mit den Ergebnissen des Vormonats zeigt uns dann, wer zu Hause seine Aufgaben erledigt hat und wer nicht wirklich fleißig war“, erklärt Kirchhoff, der die Februar-Trainingseinheit mit drei Kollegen leitete. Das Ergebnis der Überprüfung kann sich sehen lassen. „Alle Segler haben sich in ihren Fitnesswerten über den Winter verbessert. Das gibt Hoffnung für die anstehende Saison“, sagt der Landestrainer weiter.
Während im Dezember und Januar alle 45 Kadersegler mit von der Partie waren, hatten die Opti- und 420er-Segler am ersten Februarwochenende frei. Sie mussten ihre Boote für den Transport ins spanische Trainingslager verpacken. Dort wartet auf die Kinder und Jugendlichen nicht nur die  erste Regatta des Jahres, sondern auch die ersten Trainingseinheiten auf dem Wasser. Diese werden vom neuen hauptamtlichen Landestrainer Tim Kirchhoff geleitet.
Aber auch auf den niedersächsischen Gewässern steht der Beginn des Wassertrainings an. An den ersten beiden Märzwochenenden treffen sich alle Kadermitglieder in Steinhude. Unter anderem  stehen dort mit GPS-Trackern überwachte Trainingsfahrten auf dem Programm. Was das Wintertraining gebracht hat, wird sich dann erstmals Ende März zeigen: Dann reisen die niedersächsischen Opti-Kadersegler zum Gardasee nach Italien und starten dort beim „4° Meeting Country Cup 2018“ in Riva del Garda.

Sponsor unterstützt die niedersächsischen Segler: Das Wunstorfer Autohaus Schulze stellte für das Trainingswochenende am Dümmer ein Fahrzeug zur Verfügung. hier haben sich die Laser- und Europe-Kadersegler zum Gruppenfoto aufgestellt.