Team Niedersachsen

Es hat schon einen Grund, warum das alljährliche Opti-Treffen am Gardasee „Meeting“ und nicht „Regatta“ genannt wird. Das belegen einmal mehr auch die Zahlen der 36. Auflage des „Lake Garda Meetings“ rund um Ostern. Weit über 1000 Boot aus aller Welt hatten für das „Meeting“ vor der Alpenkulisse gemeldet. Das ist wieder einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde wert. Darunter auch der fast komplette niedersächsische Opti A-Kader mit neun Seglern.

Die 10 bis 14-jährigen Nachwuchssegler hatten sich mit Landestrainer Tim Kirchhoff auf den Weg zum oberitalienischen See gemacht. Die niedersächsischen Segler nutzten die perfekten Bedingungen am Gardasee nicht nur zum Start bei dem Meeting sondern auch zu einem weiteren Trainingslager. Bereits eine Woche vor dem ersten Regattalauf reiste der Truppe an. Und das sollte sich auszahlen.

„Wir hatten in der ersten Woche perfekte Bedingungen. Waren bei Sonne und Wind viel auf dem Wasser“, beschreibt Kirchhoff die ersten Tage in Italien. Den tollen Wetterbedingungen während der Trainingswoche folgten umso miesere während der Regatta. Viel Regen, kein Wind ließen dann nur wenige Läufe zustande kommen. Doch in denen konnte vor allem ein niedersächsicher Opti-Segler überzeugen.

Gesegelt wurde in der Opti-Klasse in sechs Gruppe zu je 175 Booten, was für Trainer Tim Kirchhoff übrigens Schwerstarbeit bedeutete. Da die niedersächsischen Segler per Los auf alle sechs Gruppen verteilt wurden, war der Trainer fast pausenlos auf dem Wasser. Und er konnte sich über die Leistungen seiner Schützlinge freuen. Leon Senftleben vom Segler-Verein Großenheidorn (SVG) ließ mit Platz 94 unter 1100 Startern aufhorchen.  „Leon konnte dabei in zwei Läufen die Plätze 5 und 7 ersegeln“, freut sich sein Trainer.

Und auch eine zweite Seglerin des SVG machte auf sich aufmerksam. Die erst 10-jährige Miriam Dohle landete bei den Jüngsten auf Platz 22 von über 300 Startern. Aber auch die anderen niedersächsischen Segler brachten ihre Leistung und landeten allesamt im „guten Mittelfeld“. „Jeder hat seine Leistung gebracht“, zieht Kirchhoff eine positive Bilanz. „Und da unsere Segler zumeist jünger als ihre Konkurrenten sind, werden wir in den kommenden Jahren tolle Erfolge einfahren können“, ist sich der Landestrainer sicher.

Doch zum Gardasee waren nicht nur die Optis mit ihren Booten aufgebrochen. Auch die Teeny, Europe und Laser segelten rund um Ostern auf dem italienischen See und damit 75 Segler aus Niedersachsen. Und das könnten in den kommenden Jahren noch mehr werden. Denn, die Planungen für 2019 laufen bereits. „Wir werden zu Ostern auf jeden Fall wieder an den Gardasee fahren“, erklärt Kirchhoff. Und dann sogar mit einer noch größeren Mannschaft. In diesem Jahr waren die 420er nicht mit dabei. Das könnte sich im kommenden Jahr ändern. „Es wäre doch toll, wenn wir dann mit allen niedersächsischen Nachwuchsklassen bei diesem tollen Event vertreten wären“, lässt sich der Landestrainer schon einmal seine Pläne für das kommenden Jahr blicken: „Schließlich sind wir ein großes Team. Wir gehören alle zusammen.“

Dass die niedersächsischen Segler bereits auf dem besten Wege sind zu einem tollen Team zusammenzuwachsen erlebte Kirchhoff am eigenen Leib. Tims kleine Tochter Martha feierte am Gardasee ihren vierten Geburtstag. Dazu gab es dann ein „Happy Birthday“-Ständchen von der gesamten Mannschaft. „Ein echter Gänsehautmoment“, verrät Kirchhoff.

Übrigens: Im Februar im nordspanischen Palamos und nun am Gardasee – dass die niedersächsischen Nachwuchssegler an Trainingslagern und Regatten im Ausland teilnehmen können, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung. Sie unterstützt die Nachwuchssegler und hat damit einen Anteil an ihren Erfolgen.

Gleich zehn niedersächsische Segelvereine feiern in diesem Jahr ein Jubiläum. Dabei kann vor allem der Zwischenahner Segelklub auf eine besonders lange Vereinshistorie zurückblicken. 1893 gegründet feiert er nun seinen 125. Geburtstag. Der Vorstand des Segler-Verbandes Niedersachsen gratuliert herzlich zu diesem besonderen Jubiläum. Ihr 50-jähriges Bestehen feiern 2018 gleich neun niedersächsische Segelvereine. diese sind der
  • Kanu- und Segelclub Mardorf
  • Motor- und Yacht-Club Stade
  • Segelclub Hüttensee
  • Segel-Club Lohne / Dümmersee
  • Seglerverein Braunschweig
  • Wassersportverein Varel
  • Wolfsburger Yacht Club Allertal
  • Yachtclub Accumersiel
  • Wangerooger Yachtclub
Auch Ihnen einen herzlichen Glückwunsch zu diesem Geburtstag.

Hans-Georg Kurnol ist tot

Die niedersächsischen Segler trauern um den Ehrenvorsitzenden des Segler-Verbandes Niedersachsen

Hans geht nun auf seinen letzten Segeltörn. Er macht diese Reise allein. Es ist ihm noch einmal nachzuwinken und uns von ihm zu verabschieden. Das fällt uns nicht leicht. Wie seine Frau, seine Familie haben auch wir niedersächsischen Segler an seinem Segeltörn durch sein Leben teilgenommen; und sein Segeltörn war zum Teil auch unser Segeltörn.

Mit 14 Jahren startete seine Begeisterung fürs Segeln, nicht nur auf der Jade und im Wattenmeer, sondern später auch beruflich als Kapitän zur See zog es ihn auf die weiten Meere.

Auf seinem Segeltörn durchs Leben engagierte sich Hans schon sehr früh ehrenamtlich für die Segler und für den Segelsport. So gesellten sich viele, auch zum Teil sehr unterschiedliche Mitsegler auf seinem Törn mit dem selbstgebauten 30er Stahl-Jollenkreuzer.

Im Wilhelmhavener Segel-Club war Hans von 1955 bis 1977 erster Vorsitzender. Er war Reviervertreter Jade im Fachverband Segeln des Bezirks Weser-Ems. Von 1982 bis 1984 war er Vorsitzender des Fachverbandes Segeln im Bezirk Weser-Ems für den Segler – Verband Niedersachsen. Mitsegler auf seinem Segeltörn waren u.a. Paul Bömack, Rudi Neumann, Carl-Heiz Kaufmann und Ubbo Janssen. Hans überlies an Bord seinen Gästen oft das Segeln und übernahm dafür die Backschaft.

Von 1985 bis 2001 steuerte er als 1. Vorsitzender den Segler-Verband Niedersachsen durch zum Teil stürmische Wellen und hitzige Stürme, aber auch hier war immer mal Zeit mit seinen Vorstandskollegen auf einen Segeltörn zu gehen beispielsweise nach Helgoland. Ich erinnere mich noch an die lebhaften Erzählungen meines Vaters und eins ist mir dazu im Kopf geblieben: der Kohleofen unter Deck.

Stürmische Wellen auf dem Segeltörn des Verbandes besänftige Hans mit diplomatischen kurzen Worten, aber immer im Sinne der Segler und zugunsten des Segelsports an der Küste, dem Wattenmeer und Binnenseen Niedersachsens. Darüber hinaus stellte er ehrenamtlich stellte seine Erfahrung auf dem Schiff mit den grünen Segeln, der „Alexander von Humboldt“ zur Verfügung.

Nach seinem Vorsitz führte er sein Segeltörn ab 2001 bis heute als Ehrenvorsitzender im Segler – Verband Niedersachsen weiter.

2013 bekam Hans als Persönlichkeit, die sich in besonderem Maße für den Segelsport engagiert hat, die 125 Jahre Jubiläumsmedaille des Deutschen Segler – Verbandes verliehen. Zu Recht. In seiner Laudatio erinnerte der damalige DSV-Vizepräsident Udo Scheer daran, dass „es der Wilhelmshavener war, der in der Diskussion um das Befahren des Nationalparks Niedersächsischen Wattenmeer mit der Drei-Stunden-Regelung einen Kompromiss fand, der bis heute Bestand hat.“ Er bescheinigte dem Geehrten „großartiges Engagement“ für den Segelsport nicht nur in Niedersachsen, sondern in ganz Deutschland.

In letzter Zeit jedoch wurden seine Segeltörns weniger und wir werden sein Mitsegeln im Segler – Verband Niedersachsen vermissen. Hans segelt jetzt seinen Segeltörn allein weiter, unsere Gedanken segeln mit ihm.

Katrin Adloff

2. Vorsitzende Segler-Verband Niedersachsen

Trainingsstart auf dem Wasser

Mit acht Optis hin, mit neun zurück
Niedersächsische Nachwuchssegler starten in Spanien in die Saison
Die Regattasaison für die niedersächsischen Opti-Segler läuft bereits: Mitte Februar machten sich die Segler des A-Kaders auf den Weg Richtung Süden, ins 1700 Kilometer entfernte spanische Palamos. Dort nahmen sie an der „International Palamos Trophy“ teil. Doch bevor sich die acht Jungen und Mädchen im Alter zwischen elf und 14 Jahren mit 550 Opti-Seglern aus der ganzen Welt messen konnten, gab es noch ein Trainingslager an der Mittelmeerküste. Dieses wurde unter anderem durch die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung gefördert.
„Die Bedingungen hier sind einfach ideal“, freut sich Niedersachsens Cheftrainer Tim Kirchhoff. Während in Deutschland die Seen langsam aber stetig immer weiter zufroren, konnten in Spanien die Optis zu Wasser gelassen werden. Und das bei Temperaturen von bis zu 15 Grad, Winden zwischen 5 und 20 Knoten und einer Welle bis zu 2,50 Meter. Da machte es dann auch nichts, wenn es zu der einen oder anderen Kenterung im Training kam. „Die Kids hatten ihren Spaß“, berichtet Kirchhoff. Vier anstrengende Trainingstage mit jeweils sechs Wasserstunden standen auf dem Programm, ehe die Regatta startete. Und die nutzten der Seglernachwuchs um Bootsbeherrschung und taktische Feinheiten nach der Winterpause wieder aufzufrischen. Los ging es jeden Morgen bereits um sieben Uhr, mit Sport noch vor dem Frühstück. Die letzte Einheit des Tages bildete dann zumeist die Videoanalyse. Und die stand selten vor 21 Uhr auf dem Programm. Unterstützt wurde Kirchhoff von einigen Eltern, die zum Teil gemeinsam mit ihrem Nachwuchs nach Spanien gereist waren.
So tolle Segelbedingungen beim Training herrschten, so schlecht wurden sie bei der Regatta. Von zwölf geplanten Wettfahrten fanden am Ende ganze drei statt und auch die nur bei Flaute. Bester niedersäschischer Segler im Feld der 550 Segler aus aller Welt, war am Ende der Braunschweiger Marko Gomercic als 132.. 
Übrigens: Wie vorausschauend es war, für die acht Optis des niedersächsischen Seglernachwuchses ein Zehn-Boote-Trailer mitzunehmen, zeigte sich am letzten Regattatag. Unter den 550 Teilnehmern der „International Palamos Trophy“ verloste der Veranstalter einen funkelnagelneuen Opti „Winner 3D Star“ – und den gewann Marko Gomercic.
Auch wenn die Regatta nicht optimal verlief, für Tim Kirchhoff steht fest: „Das machen wir jetzt jedes Jahr. Zur Saisoneröffnung werden wir künftig immer nach Palamos fahren. Bessere Bedingungen finden wir zu der Jahreszeit nirgends. Der Termin ist so lange ich das Training verantworte in Stein gemeißelt“, schwärmt Kirchhoff von den Bedingungen an der nordspanischen Mittelmeerküste.
Auch im März wartet auf die Segler des niedersächsischen Opti A-Kaders ein strammes Programm. An den ersten beiden Wochenende finden jeweils Trainingseinheiten am Steinhuder Meer statt, dann geht es zur ersten Regatta in Deutschland nach Bremerhaven ehe zum Ende des Monats in den Osterferien ein Trainingslager am Gardasee mit der Teilnahme an der „36° Lake Garda Meeting Optimist Class“ auf dem Programm steht.

Schwitzen für die neue Saison

Schwitzen für die neue Saison: Auch in den Wintermonaten trainieren die niedersächsische Kadersegler eifrig für die anstehenden Regatten. Einmal monatlich trafen sie sich jeweils für ein komplettes Wochenende im Jugendgästehaus in Lehmbruch am Dümmer. Mit dabei rund 45 Segler aus den Bootsklassen Opti, Laser, Europe und 420er.

Nicht nur Erholung – hier hat gleich nur noch Landestrainer Fabian Kirchhoff (links) gut Lachen: In der Schwimmhalle steht für die Lehrgangsteilnehmer ein Fitnesstest im Wasser auf dem Programm.

„Weihnachten hat keine Spuren hinterlassen“, freut sich Kadertrainer Fabian Kirchhoff nach der Februar-Trainingseinheit. „Wir geben die Werte, die unsere Leistungssegler bei den Fitnesstests ablegen, in eine Datenbank ein. Ein Vergleich mit den Ergebnissen des Vormonats zeigt uns dann, wer zu Hause seine Aufgaben erledigt hat und wer nicht wirklich fleißig war“, erklärt Kirchhoff, der die Februar-Trainingseinheit mit drei Kollegen leitete. Das Ergebnis der Überprüfung kann sich sehen lassen. „Alle Segler haben sich in ihren Fitnesswerten über den Winter verbessert. Das gibt Hoffnung für die anstehende Saison“, sagt der Landestrainer weiter.
Während im Dezember und Januar alle 45 Kadersegler mit von der Partie waren, hatten die Opti- und 420er-Segler am ersten Februarwochenende frei. Sie mussten ihre Boote für den Transport ins spanische Trainingslager verpacken. Dort wartet auf die Kinder und Jugendlichen nicht nur die  erste Regatta des Jahres, sondern auch die ersten Trainingseinheiten auf dem Wasser. Diese werden vom neuen hauptamtlichen Landestrainer Tim Kirchhoff geleitet.
Aber auch auf den niedersächsischen Gewässern steht der Beginn des Wassertrainings an. An den ersten beiden Märzwochenenden treffen sich alle Kadermitglieder in Steinhude. Unter anderem  stehen dort mit GPS-Trackern überwachte Trainingsfahrten auf dem Programm. Was das Wintertraining gebracht hat, wird sich dann erstmals Ende März zeigen: Dann reisen die niedersächsischen Opti-Kadersegler zum Gardasee nach Italien und starten dort beim „4° Meeting Country Cup 2018“ in Riva del Garda.

Sponsor unterstützt die niedersächsischen Segler: Das Wunstorfer Autohaus Schulze stellte für das Trainingswochenende am Dümmer ein Fahrzeug zur Verfügung. hier haben sich die Laser- und Europe-Kadersegler zum Gruppenfoto aufgestellt.

Ein frohes Fest und einen guten Rutsch wünscht der SVN

Besinnliche Weihnachten und einen

guten Rutsch wünscht der Segler-Verband Niedersachsen!

Wir blicken auf ein turbulentes aber auch erfolgreiches Verbandsjahr 2017 zurück. Neuwahlen, Befahrenregelung Wattenmeer, Emsverschlickung, Deutscher Seglertag etc., wir alle zusammen als SVN konnten für den niedersächsischen Segelsport vieles Erreichen! Jedoch warten aber auch noch 2018 viele Aufgaben! Ich danke allen, die 2017 durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit unseren naturverbundenen Sport Binnen wie Buten unterstützt haben.

Dr. Thomas Gote

Goldene Ehrenadel für Volker Radtke

Mit einer großen Ehrung und gleich zwei schönen Erfolgen für die Teilnehmer aus Niedersachsen ging am letzten Novemberwochenende der Deutsche Seglertag in München zu Ende. Volker Radtke, langjähriges Seglerratsmitglied, Ehrenvorsitzender des Segler-Verbandes Niedersachsen und des Hannoverschen Yacht-Clubs, erhielt für seine langjährigen Verdienste um den Segelsport die höchste Auszeichnung des Deutschen Segler-Verbandes, die Goldene Ehrennadel. Über einen besonderen Wahlerfolg konnte sich Katrin Adloff (Hannoverscher Yacht-Club) freuen. Die 2. Vorsitzende des Niedersächsischen Segler-Verbandes wurde mit über 3300 Delegiertenstimmen erneut in den Seglerrat gewählt. Sie erzielte damit das beste Ergebnis aller zur Wahl stehenden Kandidaten. Und mit dem Northeimer Segelclub, dem Segel-Club Sarstedt, dem Wassersport-Club Gifhorn und dem Wassersportverein Luv-up Jemgum wurden vier niedersächsische Vereine für ihre vorbildliche Segelausbildung ausgezeichnet.

Die wichtigste Meldung aus München: Mit Mona Küppers führt erstmals in der 129-jährigen Verbandsgeschichte eine Frau das Präsidium des Deutschen Segler-Verbandes. Mit deutlicher Mehrheit setzte sich die Kandidatin vom Oberhausener Segel-Club gegen Oliver Kosanke vom Mühlenberger Segel-Club durch.

„Ich freue mich, dass die Delegierten mir das Vertrauen gegeben haben, die begonnene Arbeit fortzusetzen und die Modernisierungsprozesse im Verband weiter voranzutreiben“, sagte Mona Küppers nach der gewonnenen Wahl. Die Kauffrau, deren Kandidatur im Vorfeld unter anderem vom Seglerverband Niedersachsen und großen Vereinen unterstützt wurde, sieht ihre Schwerpunkte im Ausbau des Service für Vereine und der finanziellen Konsolidierung. Küppers war beim Seglertag 2015 zur DSVVizepräsidentin mit dem Geschäftsbereich Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport gewählt worden. Im April 2017 übernahm sie nach dem Rücktritt von Andreas Lochbrunner kommissarisch das Amt der Präsidentin. Von dem Amt als Vizepräsidentin mit dem Geschäftsbereich Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport ist Küppers direkt nach ihrer Wahl zur Präsidentin zurückgetreten.

Zum DSV-Vizepräsidenten mit dem Geschäftsbereich Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport wählten die Delegierten den Fahrtenobmann des Berliner Segler- Verbandes Clemens Fackeldey (Verein Seglerhaus am Wannsee, Schiffergilde zu Berlin). Fackeldey möchte den von Mona Küppers eingeschlagenen Kurs fortsetzen und den Breitensport im Verband weiter ausbauen. „Besonders liegt mir am Herzen, die Vielfalt des Segelns generationsübergreifend zu fördern“, sagte Fackeldey nach der Wahl.

Im Amt bestätigt wurde Torsten Haverland (Schweriner Yacht-Club) als Vizepräsident mit dem Geschäftsbereich Leistungs- und Wettsegeln, der die Abstimmung gegen Jobst Richter (Kieler Yacht-Club) gewann. Damit geht der 52-Jährige in seine dritte Amtszeit. Haverland freute sich, mit dem Vertrauen der Delegierten weiter an der Entwicklung des deutschen Spitzensports mitzuwirken – im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020, aber auch 2024. „Wir denken und arbeiten langfristig. Gute Resultate im Segelsport kann man nicht innerhalb weniger Monate erzielen“, so Haverland, der selbst auf eine Olympiakampagne für Atlanta 1996 im 470er zurückblicken kann. Ziel der Verbandsarbeit sei es, so viele junge Leute wie möglich im Segelsport zu halten – auch nach Ende einer Karriere im Leistungssport.

In weiteren Spitzenpositionen des DSV-Präsidiums gab es Veränderungen: Als Vizepräsident mit dem Geschäftsbereich Umwelt und Recht folgte Andreas Löwe auf Dietmar Reeh (Deutscher Touring Yacht-Club), der nicht mehr kandidierte. Löwe, der in Konstanz am Bodensee zu Hause ist, fungierte bislang als Mitglied im DSVSchlichtungsausschuss. Im Hauptberuf Anwalt, engagiert sich der 51-Jährige als Präsident des Motor-Yacht-Club Überlingersee und ist Mitglied im Vorstand der Internationalen Bodenseewoche. Seit rund 20 Jahren berät und unterstützt Andreas Löwe die Wassersportverbände am Bodensee juristisch, beispielsweise zum Thema Segler-Berufsschifffahrt, Abgasnormen und Sperrgebiete. Ein Anliegen ist ihm auch das gute Verhältnis zwischen Seglern und Motorbootfahrern. „Ich habe als Jugendlicher in meinem Verein viel Unterstützung erfahren“, begründet Andreas Löwe seine Motivation, im DSV-Präsidium tätig zu werden, „nun möchte ich auchetwas zurückgeben.“

Neuer Vizepräsident mit dem Geschäftsbereich Finanzen wurde Claus Otto Hansen (Flensburger Segel-Club), der das Amt von Udo Scheer (Segel-Club Hattingen) übernahm. Der 65-jährige Diplomkaufmann bringt mehrere Jahrzehnte Erfahrung im segelsportlichen Ehrenamt mit, ist seit 1972 Wettfahrtleiter im Flensburger Segel-Club und seit 2005 Internationaler Wettfahrtleiter. Hansen war lange selbst aktiver Regattasegler in der OK-Jolle. Im DSV engagierte er sich bislang als Mitglied des Seglerrates, gehörte dem Finanzausschuss und dem Ausschuss für Wind- und Kitesurfen an.

13 der 16 gewählten Mitglieder des Seglerrates: Die niedersächsische Vertreterin Katrin Adloff (4. von rechts) erhielt die meisten Stimmen.

Auf dem Seglertag 2017 wurden auch die 16 Weisen des Seglerrates neu gewählt. Sie bilden gemeinsam mit den 16 Vorsitzenden der Landesverbände den Seglerrat, der das Präsidium berät und in den DSV-Ausschüssen aktiv ist. Gewählt wurden: Katrin Adloff, Annemieke Bayer-de Smit, Anne-Gritt Denda, Hartmut Desiderato, Hans-Walter Fink, Oswald F. Freivogel, Torsten Fricke, Petra Homeyer, Hans Köster, Gabriele Kromer-Schaal, Rochus Ponn, Günther Probst, Dirk Ramhorst, Ulrike Schümann, Steffen Westerkamp und Christoph Zander.

Eine weitere Goldene Ehrennadel ging an die 49er-Crew Erik/Heil und Thomas Plößel, die bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 eine Bronzemedaille gewonnen haben.

Im Rahmen der Initiative „Gemeinschaftsprojekt Vereinsausbildung“ zeichnete der Deutsche Segler-Verband 36 DSV-Vereine aus, die ihren Mitgliedern eine hochwertige Ausbildung bieten. Die Delegierten stimmten einer Beitragserhöhung auf 12 Euro pro Jahr für Erwachsene und 4,50 Euro für Jugendliche zu. Die vom Präsidium vorgeschlagene Satzungsänderung wurde auf dem Seglertag nicht besprochen, da die Mehrheit der Delegierten einem Antrag folgte, diese von der Tagesordnung zu nehmen. Der nächste Seglertag findet vom 22. bis 24. November 2019 in Hamburg statt.

Vita Tim Kirchhoff

 

Name Tim Kirchhoff

Geburtstag 9. Mai 1983

Ausbildung

  • Diplom Sportwissenschaftler
  • A Trainerlizenz

Trainerstationen

  • 2009: Einhandtrainer (Optimist und Laser) in der Schweiz
  • 2010 bis 2012: Jugendtrainer in Hamburg (MSC)
  • 2012 bis 2016: Bundesnachwuchstrainer (Kooperation Sailing Team Germany/ Olympiastützpunkt) und Internatstrainer Kiel (Bundesstützpunkt) beim Deutschen Segler Verband

Erfolge als Segler im Optimisten

  • Teilnahme Europameisterschaft
  • Teilnahme Jugendolympiade
  • Teilnahme Weltmeisterschaft
  • Platz 1 der Deutschen Rangliste
  • Deutscher Meister

Erfolge als Trainer

  • zahlreiche Kieler Woche Sieger
  • zahlreiche Deutsche Meistertitel
  • Junioren Weltmeister
  • Junioren Europameister

Vita Sönke Herrmann

Name: Sönke Herrmann

Geburtsdatum: 5. Oktober 1990

Ausbildung: Bachelor of Science (Physik des Erdsystems)

Lizenz: Trainer C Leistungssport

Trainersatationen: Trainer Laser Landeskader Niedersachsen

Erfolge als Trainer:

  • Diversere Titel und Medaillen auf Deutschen Meisterschaften in den Bootsklassen Europe und Laser
  • Vordere Platzierungen auf internationalen Wettkämpfen

Erfolge als Segler:

  • Kieler Woche Sieger
  • Mehrere Medaillen auf Deutschen Meisterschaften
  • U-17 Deutscher Meister
  • Mehrfacher Landesmeister