Gleich zehn niedersächsische Segelvereine feiern in diesem Jahr ein Jubiläum. Dabei kann vor allem der Zwischenahner Segelklub auf eine besonders lange Vereinshistorie zurückblicken. 1893 gegründet feiert er nun seinen 125. Geburtstag. Der Vorstand des Segler-Verbandes Niedersachsen gratuliert herzlich zu diesem besonderen Jubiläum. Ihr 50-jähriges Bestehen feiern 2018 gleich neun niedersächsische Segelvereine. diese sind der
  • Kanu- und Segelclub Mardorf
  • Motor- und Yacht-Club Stade
  • Segelclub Hüttensee
  • Segel-Club Lohne / Dümmersee
  • Seglerverein Braunschweig
  • Wassersportverein Varel
  • Wolfsburger Yacht Club Allertal
  • Yachtclub Accumersiel
  • Wangerooger Yachtclub
Auch Ihnen einen herzlichen Glückwunsch zu diesem Geburtstag.

Wettfahrtleiter und Schiedsrichter Seminar in Niedersachsen

Einmal mehr zeigten unsere Multiplikatoren Ulli Stich und Detlev Spitczok wie man trockenen Stoff mundgerecht serviert. Regeländerungen, Empfehlungen und Richtlinien für Wettfahrtleiter und Schiedsrichter mit nationalen Lizenzen war das Thema des diesjährigen Aufbauseminars am Dümmer im SCD Clubhaus. Zahlreiche Ehrenamtliche folgten dem Angebot und ließen sich auf den neuesten Stand bringen.

SVN stellt seine Nachwuchsförderung komplett neu auf

„Ich brenne fürs Segeln“

Interview mit dem neuen SVN-Cheftrainer Tim Kirchhoff / Verband strukturiert Nachwuchsförderung komplett um

 
Hannover. Der Segler-Verband Niedersachsen stellt seine Nachwuchsförderung komplett neu auf. „Wir wollen wieder mehr Segler an die nationale Spitze heranführen“, benennt Katrin Adloff, im SVN für den Leistungssport verantwortlich, die Zielvorgabe für die kommenden Jahre. Dass dieser Weg nun beschritten werden kann, haben die Delegierten beim Landesseglertag im März in Hannover erst möglich gemacht. Sie hatten einer Erhöhung der Verbandsabgabe der Vereine zugestimmt und damit den Grundstein für die Neustrukturierung der Nachwuchsförderung in Niedersachsen gelegt. Dreh- und Angelpunkt der Planungen ist die Einstellung eines hauptamtlichen Trainers. Dem Verband ist es gelungen mit Tim Kirchhoff einen erfahrenen und vor allem erfolgreichen Segler und Trainer für diese Aufgabe zu gewinnen. Er übernimmt das Amt zum Jahresbeginn 2018. Wir sprachen mit dem ehemaligen Bundesnachwuchstrainer.

Tim, du trittst dein neues Amt zwar erst im Januar an, hast aber in diesem Jahr bereits als Honorartrainer den A-Kader der Optimisten betreut. Deine Bilanz?
Es ist gut gelaufen. Richtig gut. Als ich im März die Gruppe übernommen hatte, waren gerade einmal drei Segler für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Im Sommer sind wir dann mit zwölf niedersächsischen Seglern zu den Titelkämpfen nach Travemünde gefahren. Alle hatten bis dahin die Qualifikation noch geschafft. Ein toller Erfolg.

Der neue hauptmatliche SVN-Cheftrainer Tim Kirchhoff beim Opti-Training auf dem Steinhuder Meer.


Du hast dich in dieser Saison um die Optis gekümmert. Aber es gibt ja noch andere Bootsklassen. Als Cheftrainer zeichnest du auch für diese verantwortlich.

Stimmt. Aber es ist uns gelungen ein tolles Trainer-Team für den SVN zu gewinnen. Mit dabei sind Annika Bochmann, Hendrik Ismar, Sönke Herrmann, Michelle Uttermann, Christian Swatosch und mein Bruder Fabian. Gemeinsam haben wir dann eine neue Kaderstruktur aufgebaut.

Wie sieht die aus?
Ich werde mich weiterhin um die Opti-Segler kümmern. Dabei unterstützt mich Michelle Uttermann. In dieser Bootsklasse werden die Grundlagen gelegt. Das ist die Basis von allem. Danach teilt sich die Nachwuchsförderung in zwei Bereiche auf: Die Einhand- und die Zweihandklassen. Jeder dieser beiden Säulen hat einen verantwortlichen Trainer. Im Einhandbereich, mit den Laserklassen Radial und 4.7 ist das Fabian Kirchhoff. Er wird unterstützt von Sönke Herrmann. Hendrik Ismar verantwortet die 420er und damit den Zweihandbereich. Er wird von Annika Bochmann unterstützt. Um die Bootsklasse Teeny kümmert sich Christian Swatosch.

Und wenn der Nachwuchs diese Bootsklassen durchlaufen hat.
Dann geht es hoffentlich auf nationaler Ebene weiter. Die Förderung des SVN endet, wenn unsere Segler 19 Jahre alt sind. Vorher sollten sie den Sprung in den D/C-Kader oder besser noch C-Kader geschafft haben. Die weitere Ausbildung erfolgt dann am Bundesstützpunkt in Kiel. Derzeit hat Niedersachsen mit Lina Kristin Fischer und Lena Marie Weißkichel zwei DC-Kader-Seglerinnen, die in Kiel aufs Internat gehen und mit Susann Beuke ein Mitglied im A-Kader. Das sollte in den kommenden Jahren deutlich mehr werden.
 

Wie viele Trainingstage müssen dafür pro Jahr veranschlagt werden?
Jährlich 100 Trainings- beziehungsweise Wettkampftage wären super. Dann lässt sich viel erreichen.

Trainiert wird das ganze Jahr?
Im Winter naturgemäß weniger, aber klar auch da planen wir Lehrgänge. Die Einhandsegler treffen sich im Dezember noch einmal für zwei Tage in Steinhude, im Januar ist ein gemeinsames Wochenende für alle Kadermitglieder mit Theorie- und Fitnesstrainigseinheiten am Dümmer angesetzt.  Und: Wir bereiten für den kommenden Winter derzeit mehrere – jeweils einwöchige – Trainingseinheiten in Spanien vor.

Und wie willst du die Vereins­trainer mit auf diesen Weg mitnehmen?
Da gibt es gleich mehrere Wege. Vereinstrainer sind natürlich herzlich eingeladen, beim Training der Landeskader zu hospitieren. Wollen wir Erfolg haben, müssen wir eng zusammenarbeiten. Darum gibt es ab sofort auch ein wöchentliche Sprechstunde, immer mittwochs zwischen 10 und 13 Uhr. Erreichbar bin ich dann unter der Telefonnummer (0176) 66881140.

Für wen ist diese Sprechstunde gedacht.
Vereinsvorstände, Trainer aber vor allem auch die Eltern unserer Segler oder angehenden Segler – kurzum für alle, die sich über Leistungssegeln im Landeskader informieren wollen.

Zurück zu deinen Optis. Was erwartest du für die nächsten Jahre?
Zuerst einmal, das wird toll. Richtig gut. Ich habe einen Kader übernommen, mit 13- und 14-Jährigen. Die haben dann den Sprung zur Deutschen Meisterschaft geschafft. Aber wir haben im kommenden Jahr Zehn- und Elfjährige im Kader. Und die sind zum Teil schon fast soweit wie die Großen in dieser Saison. Die haben drei, vier Jahre Opti-Segeln vor sich und damit zumindest den Sprung in die deutsche Spitze.
Wo ist in der praktischen Arbeit der Unterschied zwischen Landes- und Bundesebene.
Im Nationalkader kommen jeweils die besten Segler aus Deutschland zusammen. Klar sieht man auch dort Fortschritte seiner Arbeit. Kleine Schritte halt. Anders im Landeskader. Da sieht man nach wenigen Trainingseinheiten richtige Leistungssprünge bei den Jungen und Mädchen.
 
Und wie kommt dieses intensive Training beim Nachwuchs an.
Super. Die brennen wie ich fürs Segeln, sind hungrig und wollen Erfolg haben. Aber sie haben vor allem auch Spaß am Training und am Wettkampf. Und das ist und bleibt das Wichtigste.

 


 

Das Trainer-Team des Segler-Verbandes Niedersachsen

Vita Tim Kirchhoff

Vita Hendrik Ismar

Vita Annika Bochmann

Vita Fabian Kirchhoff

Vita Sönke Herrmann

Da ist Freude am Segeln

Die Teeny-KV lud zum Training vom 2.-5.10.2017 ein. So freuten sich 15 junge Segler aufs gemeinsame Training am Dümmer beim SCD mit Christian Swatosch. Die Fortgeschrittenen machten einen Luftsprung bei dieser Windprognose – 4-5 Bft, und in  Böen 6 – die Einsteiger waren etwas skeptisch.

„Meine erste FD-WM“

 

Nachdem ich bis letztes Jahr noch im 420er als Vorschoter gesegelt bin, habe ich dieses Jahr die Bootsklasse gewechselt und segele seitdem im Flying Dutchman als Steuermann mit meinem Vorschoter Christian Meyer. Wir hatten die Möglichkeit zur FD Weltmeisterschaft vom 22.bis zum 30. September nach Scarlino in Italien zu fahren. Von seiner ersten FD-WM berichtet Arne Gruschka.

Eine interessante Woche liegt hinter uns.

Die Anreise war mit 1500km schon mal nicht ganz ohne. In Scarlino angekommen fanden wir tolles Sommerwetter mit 26° Grad und türkisblaues warmes Mittelmeerwasser vor. Dazu eine Marina mit großen Yachten. Obwohl ich schon einige Male an hochrangigen Regatten teilgenommen hatte und mich mit Vermessungen auskannte, war die Vermessung dieses Mal ziemlich aufregend. Unser Boot hatte Untergewicht und wir mussten uns erstmal Gewichte besorgen und befestigen, alles andere Equipment war dann in Ordnung.

Von Montag bis Samstag wurde dann mit Ausnahme des Donnerstages, der unser „freier“ Tag war, gesegelt. Die Wettfahrten gingen immer am späten Vormittag los und es wurden pro Tag zwei Wettfahrten gesegelt. Bei 102 Teilnehmern wurde in zwei Gruppen gestartet. Es waren eigentlich immer gute Segelbedingungen vorhanden, wobei wir manchmal einige Zeit warten mussten, bis der Wind einsetzte. An den ersten drei Wettfahrttagen war bei unseren Platzierungen alles dabei, vorderes bis hinteres Mittelfeld. Für unsere erste WM und der ersten Saison in dieser Bootsklasse gar nicht so schlecht, denn der FD ist schon ein echtes Hightech Gerät mit vielen Trimmmöglichkeiten und die Teilnehmer sind alles erfahrene FD Segler.

Wir waren mit unseren 17 Jahren die jüngsten Teilnehmer. Am Freitag war dann unser bester Regattatag, wir sind in den Wettfahrten bei 51 Startern einmal Dritter und danach nochmal Zweiter geworden! Das war unser tollstes Ergebnis. Nach dem Zieldurchgang der ersten Wettfahrt kam das „Measurement-Boot“ also das „Vermessungsboot“ auf uns zu und teilte uns mit, dass es üblich ist, bei den vorderen Platzierungen eine Kontrolle auf See vorzunehmen. Natürlich war alles in Ordnung, dachten wir, war aber leider nicht ganz so. Eins von zwei Paddeln fehlte, dass muss während der Wettfahrt über Bord gegangen sein. Dies wurde an die Jury weitergeleitet und es gab eine Protestverhandlung. Das war ziemlich aufregend aber mein Vorschoter Christian hat das gut hinbekommen und die „Strafe“ fiel relativ gering aus. Es gab eine 5%Strafe, sodass wir in der Gesamtplatzierung um 3 Plätze nach hinten rutschten.

Mehrere FD-Segler kamen an diesem Wettfahrttag noch zu uns und gratulierten uns zu dieser Tagesleistung. Da wurde uns erst bewusst, was wir da erreicht hatten. Am letzten Wettfahrttag hatten wir dann noch mal einen 18.Platz gesegelt und sind dann am Ende auf Platz 58 gelandet.

Von vielen FD Seglern haben wir Hilfe und Unterstützung bekommen und ich kann nur sagen, dass das FD-Segeln echt Spaß macht, anspruchsvoll ist und man in einer tollen Gemeinschaft ist. Abschließend möchte ich mich bei der FD Klassenvereinigung und dem Segler Verband Niedersachsen bedanken, die mich ebenfalls unterstützt hat, dass ich zu dieser WM fahren konnte.

Euer Arne Gruschka mit Christian Meyer

GER 2 vom „Newcomerteam 2017“

Erfolgreiches Wochenende bei Int. Deutschen Meisterschaften

Starker Auftritt der Niedersachsen am vergangenen Wochenende bei Internationalen Deutschen Meisterschaften der Laser in Berlin und Europes in Neustadt.

Gelungener Einstieg in den Regattasport

Drei ostfriesische  Teams der Leistungsgruppe Teeny des Regionalverbandes Weser Ems, machten sich mit ihren Booten auf den Weg nach Hamburg, um auf der Außenalster ihre erste Ranglistenregatta zu segeln.

Breitensporttraining auf dem Zwischenahner Meer

Vom 16.09. bis 17.09 fand auf dem Zwischenahner Meer das fünfte Breitensporttraining des Verbands statt. Ausrichter  dieser Maßnahme war diesmal der ZSK und von allen Teilnehmern wurde die tolle Willkommenskultur wahrgenommen, die dort am Verein herrscht. 

Landesjüngsten- und Landesjugendmeisterschaft der Laser am Steinhuder Meer

Sie sind die besten Laser- Nachwuchssegler Nierdersachsens: Josefine Siemann vom Wolfsburger Yacht Club Allertal gewann die Landesjüngstenmeisterschaft der Laser 4.7 während Nico Steenbuck  vom Segel-Club Salzgitter sich den Titel des Landesjugendmeisters mit dem Laser Radial sichern konnte. Ausgetragen wurden die Regatten am zweiten Septemberwochenende im Rahmen des Zinn-Cup der O-Jollen und dem Laser-Cup auf dem […]

„Achtbestes Team der Welt“

Das bayrisch-niedersächsische 49erFX-Team Tina Lutz (Chiemsee-Yachtclub) und Susann Beucke (Hannoverscher Yacht Club) segelt weiter auf einer Erfolgswelle. Nach dem Titelgewinn bei der Europameisterschaft vor wenigen Wochen auf der Ostsee vor Kiel gab es nun einen guten achten Platz bei den Weltmeisterschaften in dieser Bootsklasse. „Wir sind das achtbeste Team der Welt“, freut sich die Vorschoterin Susann Beucke. Gesegelt wurde auf dem Atlantik vor dem portugisischen Küstenort Matosinhos. Er liegt rund zehn Kilometer nordwestlich von Porto. Überlegene Weltmeisterin wurde die Dänische Crew Jena Mai Hansen mit Katja Salskov-Iversen. Auf dem fünften Platz kamen Victoria Jurczok und Anika Lorenz ins Ziel. Bei der Europameisterschaft gewannen die beiden Berlinerinnen die Bronzemedaille. Von der WM-Regatta berichtet Susann Beucke:

Nach unserem mäßigen Start in die WM, haben wir es geschafft das bestmögliche aus uns herauszuholen! Gewinnen ist schön, aber aus einer Woche, die einfach nicht rund laufen möchte, mit einem Top 10 Ergebnis bei der WM heraus zu gehen, ist mindestens ein genauso großer Erfolg!

Diese WM war eine Achterbahnfahrt. Zuerst wurde auf Grund von wenig Wind zwei Tage lang gar nicht gesegelt. Die Aktivierung, nach der Warterei an Land fiel uns, obwohl wir uns durch Sport an Land in Bewegung hielten, schwer. Am nächsten Tag frischte der Wind und die Welle so auf, dass es manche Teams nicht mehr ohne zu Kentern um den Kurs schafften. Sich auf so gegensätzliche äußere Bedingungen einzustellen, ist besonders schwer. Zudem machte die Wettfahrtleitung das Segeln nicht einfacher. Wir hatten, durch den Seegang, mit nicht verankerten Tonnen zu tun und Wettfahrten mussten auf Grund von Benzinmangel an Bord des Startschiffs verschoben werden.

Aber das macht das Segeln so besonders: Man kann wenig voraus planen und es geht darum das Beste aus den aktuellen Bedingungen zu machen. Da uns das zum Schluss immer gelungen ist, dürfen wir uns über einen 8. Platz und somit den A-Kader Status im Deutschen Segler Verband freuen!!!