Ems-Resolution des Seglertages

Große Ehre für Niedersachsen: In Papenburg trafen sich am letzten Novemberwochenende rund 300 Vertreter Vereine zum Deutschen Seglertag 2015. Mit überwältigender Mehrheit verabschiedeten dabei die Deligierten eine Resolution, zur Unterstützung der Segler an der Ems.

Die Resolution im Wortlaut: 

„Die Ems und ihre Nebenflüsse sind für den Wassersport im Nordwesten Deutschlands von enormer Bedeutung. Durch die erfolgten und fortwährenden Baggerungen und Begradigungen der Fahrrinne sind jedoch im Laufe der letzten 30 Jahre Zustände eingetreten, die das Segelrevier Ems in große Gefahr bringen. 
Hohe Strömungsgeschwindigkeiten und eine enorme Verschlickung der Häfen sind die Kernprobleme für den Wassersport dieses Reviers. Viele Vereine können ihrer gemeinnützigen Verantwortung besonders hinsichtlich der Jugendausbildung kaum noch gerecht werden. Aufgrund einer kontinuierlichen Abwanderung aus dem Revier schwinden ihre Mitgliederzahlen. Damit ist ein wichtiger Standortfaktor sowohl für die Einheimischen als auch für den Tourismus bedroht. 
Eine Schwebstofffracht, die dem vielfachen anderer Flüsse entspricht, beeinträchtigt massiv die Hafenwirtschaft. Die Bundeswasserstraße Ems wird von staatlicher Seite auf Tiefe gehalten, mit den Folgen der damit einher gehenden Verschlickung der Häfen werden die Vereine und andere Betreiber allein gelassen. 
Die Delegierten des Deutschen Seglertages 2015 fordern deshalb Politik und Wirtschaft auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den gemeinnützigen Wassersport auf der Ems nachhaltig zu erhalten. 
Dazu gehören: 

– Berücksichtigung der Interessen der Wassersportler bei weiteren Maßnahmen und Planungen an der Ems (anders als beim Masterplan Ems 2050!) 

– Einen Bewirtschaftungsplan für die Ems, der mittelfristig die Befahrenssituation verbessert. 

Einen Emsfonds unter maßgeblicher finanzieller Beteiligung der öffentlichen Hand zur Unterstützung der Wassersportvereine bei der:

  • Grundräumung und kontinuierlicher Sicherstellung ausreichender Wassertiefen der Sportboothäfen
  • Sicherung der vorhandenen Hafen- und Steganlagen
  • Jugendausbildung unter erschwerten Sicherheitsbedingungen
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