Unser diesjähriges Ostertraining absolvierten wir vom 27.3.2016 bis zum 2.4.2016 in Torbole am Gardasee. Wir hatten wie immer in der Gruppe mit sechs Seglern viel Spaß und konnten so ein intensives Training genießen. Schnell hat unser neuer Trainer Fabian Kirchhoff einen guten Zugang zu der Gruppe gefunden. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Uwe und Kai, die uns zuvor mit viel Engagement das Leistungssegeln gelehrt haben.

Das Wetter und die Kulisse des Gardasees war wie gewohnt atemberaubend und ließ keine Wünsche übrig. Auf die Ora war Verlass und wir hatten keinen Tag, an dem wir nicht segeln konnten. Dadurch waren wir in der Lage unser großes Sortiment an Übungen abzuarbeiten und unsere seglerischen Fähigkeiten nach der Winterpause wieder abzurufen.

Wir begannen unser Segeltraining am Sonntag mit einer ersten Reviererkundung und wurden direkt mit Gardasee typischen Windbedingungen empfangen. Das erste Mal konnten wir für diese Saison mit konstantem Wind segeln.

Nach einem tollem ersten Tag legten wir zunächst unseren Schwerpunkt auf die Manövertechnik. Am Nachmittag wollten wir sehen, wie wir konditionell und seglerisch im Vergleich zu anderen Trainingsgruppen nach der Winterpause dastehen und fuhren mit ihnen kurze Wettfahrten.

Auch am Dienstag arbeiteten wir zunächst an unseren Techniken und Taktiken, um uns am Nachmittag gegen die anderen Trainingsgruppen noch besser behaupten zu können. In der Schwimmweste hatten wir GPS-Tracker verstaut, welche es uns später ermöglichten unsere strategischen Entscheidungen in der Gruppe zu diskutieren. Am Abend trafen wir uns in der Hotellobby unseres Trainers, um das angesammelte Videomaterial auszuwerten.

Als wir am nächsten Tag feststellten, dass zunächst kein Wind war, beschlossen wir am Vormittag eine Crossfiteinheit einzulegen. Wir haben uns auf dem Tennisplatz des Campingplatzes Moradi getroffen und unsere Körper konditionell an ihre Grenzen geführt. Im Verlauf des Tages stellten wir mit Begeisterung fest, dass es doch noch ein wenig aufgefrischt hatte. Wir entschlossen uns dazu eine lange Wassereinheit zu machen und konnten noch einmal bei einer sehr starken Ora segeln. Nach einem Nachmittag mit im Schnitt 23 Knoten waren wir sehr geschafft und gingen rechtzeitig ins Bett.

Am Donnerstag stand für uns Vorwindtraining auf dem Programm. Wir hatten vor, nach Limone und von dort aus wieder zurück nach Torbole zu segeln. Jeder nahm sich 10 € für eine Pizza in Limone mit und war gespannt auf einen abwechslungsreichen Tag. Als wir um
9 Uhr auf dem Wasser waren, mussten wir mit Erschrecken feststellen, dass wirklich überhaupt kein Wind war. Kurzer Hand fassten wir den Beschluss, den Tag zur Entspannung zu nutzen und teambildende Maßnahmen durchzuführen. Mit den Lasern im Schlepp statteten wir der Grotte gemeinsam einen Besuch ab. Von dort aus ging es weiter nach Limone zum Pizzaessen. Nach dem Mittag war endlich genug Wind, um mehr oder weniger vernünftig zu trainieren. Wir ließen einen Tag mit schwachen Bedingungen und spaßigen Erlebnissen bei einem Teamabend ausklingen.

Am Freitag hatten wir noch einmal vor, unser Bootsfeeling zu verbessern. Wir segelten im Stehen und im Liegen, vorwärts und rückwärts, mit und ohne Ruder. Wir probierten alle möglichen Situationen aus und mussten uns das ein oder andere mal wieder klarwerden lassen, wie kalt das Wasser des Gardasees doch noch war. Am Nachmittag trainierten wir unsere feldtaktischen Fähigkeiten auf engem Raum und konnten so regattaechte Situationen simulieren. Später gingen wir erneut in Wettfahrten mit anderen Trainingsgruppen, in denen wir uns schon sehr erfolgreich behaupten konnten. Am Abend werteten wir erneut unser Video- und GPS-Material aus.

Als wir am letzten Tag auf dem Wasser feststellen mussten, dass leider noch kein Wind war, fasten wir den Beschluss unsere Sachen zu packen. Wir hatten alle noch eine lange Heimfahrt, die nach einer solchen tollen Zeit nicht unnötig stressig werden sollte.

In der Nachbesprechung waren wir uns zu 100% einig, dass wir eine ganz besondere Zeit mit vielen Erfolgen und Erlebnissen hatten. Jedoch stand fest, dass wir alle sehr glücklich waren, nicht noch Auto fahren zu müssen. Unsere Körper waren am Limit und wir haben uns alle auf einen ca. 1300km langen Erholungsschlaf gefreut. Doch das ist das, was das Segeln ausmacht. Danke an Fabi für eine wirklich tolle Woche.

 

Ebenfalls am Gardasee unterwegs die niedersächsischen 420er Segler. Ein paar Impressionen ihrer Trainingswoche.