„Meine erste FD-WM“

 

Nachdem ich bis letztes Jahr noch im 420er als Vorschoter gesegelt bin, habe ich dieses Jahr die Bootsklasse gewechselt und segele seitdem im Flying Dutchman als Steuermann mit meinem Vorschoter Christian Meyer. Wir hatten die Möglichkeit zur FD Weltmeisterschaft vom 22.bis zum 30. September nach Scarlino in Italien zu fahren. Von seiner ersten FD-WM berichtet Arne Gruschka.

Eine interessante Woche liegt hinter uns.

Die Anreise war mit 1500km schon mal nicht ganz ohne. In Scarlino angekommen fanden wir tolles Sommerwetter mit 26° Grad und türkisblaues warmes Mittelmeerwasser vor. Dazu eine Marina mit großen Yachten. Obwohl ich schon einige Male an hochrangigen Regatten teilgenommen hatte und mich mit Vermessungen auskannte, war die Vermessung dieses Mal ziemlich aufregend. Unser Boot hatte Untergewicht und wir mussten uns erstmal Gewichte besorgen und befestigen, alles andere Equipment war dann in Ordnung.

Von Montag bis Samstag wurde dann mit Ausnahme des Donnerstages, der unser „freier“ Tag war, gesegelt. Die Wettfahrten gingen immer am späten Vormittag los und es wurden pro Tag zwei Wettfahrten gesegelt. Bei 102 Teilnehmern wurde in zwei Gruppen gestartet. Es waren eigentlich immer gute Segelbedingungen vorhanden, wobei wir manchmal einige Zeit warten mussten, bis der Wind einsetzte. An den ersten drei Wettfahrttagen war bei unseren Platzierungen alles dabei, vorderes bis hinteres Mittelfeld. Für unsere erste WM und der ersten Saison in dieser Bootsklasse gar nicht so schlecht, denn der FD ist schon ein echtes Hightech Gerät mit vielen Trimmmöglichkeiten und die Teilnehmer sind alles erfahrene FD Segler.

Wir waren mit unseren 17 Jahren die jüngsten Teilnehmer. Am Freitag war dann unser bester Regattatag, wir sind in den Wettfahrten bei 51 Startern einmal Dritter und danach nochmal Zweiter geworden! Das war unser tollstes Ergebnis. Nach dem Zieldurchgang der ersten Wettfahrt kam das „Measurement-Boot“ also das „Vermessungsboot“ auf uns zu und teilte uns mit, dass es üblich ist, bei den vorderen Platzierungen eine Kontrolle auf See vorzunehmen. Natürlich war alles in Ordnung, dachten wir, war aber leider nicht ganz so. Eins von zwei Paddeln fehlte, dass muss während der Wettfahrt über Bord gegangen sein. Dies wurde an die Jury weitergeleitet und es gab eine Protestverhandlung. Das war ziemlich aufregend aber mein Vorschoter Christian hat das gut hinbekommen und die „Strafe“ fiel relativ gering aus. Es gab eine 5%Strafe, sodass wir in der Gesamtplatzierung um 3 Plätze nach hinten rutschten.

Mehrere FD-Segler kamen an diesem Wettfahrttag noch zu uns und gratulierten uns zu dieser Tagesleistung. Da wurde uns erst bewusst, was wir da erreicht hatten. Am letzten Wettfahrttag hatten wir dann noch mal einen 18.Platz gesegelt und sind dann am Ende auf Platz 58 gelandet.

Von vielen FD Seglern haben wir Hilfe und Unterstützung bekommen und ich kann nur sagen, dass das FD-Segeln echt Spaß macht, anspruchsvoll ist und man in einer tollen Gemeinschaft ist. Abschließend möchte ich mich bei der FD Klassenvereinigung und dem Segler Verband Niedersachsen bedanken, die mich ebenfalls unterstützt hat, dass ich zu dieser WM fahren konnte.

Euer Arne Gruschka mit Christian Meyer

GER 2 vom „Newcomerteam 2017“

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