Wir sind die J-Sailors, das J-Team der Seglerjugend Niedersachsen. Gemeinsam setzten wir kleine und große Projekte für Kinder und Jugendliche um. Wenn du Lust hast bei uns mitzuarbeiten dann melde dich einfach bei Michelle!

Team

Michelle

Michelle

J-Team Leader
Anneke

Anneke

Stellv. J-Team Leader
Andy

Andy

J-Team Mitglied
Leonie

Leonie

J-Team Mitglied
Emanuel

Emanuel

J-Team Mitglied
Inga

Inga

J-Team Mitglied
Lena

Lena

J-Team Mitglied
Martin

Martin

J-Team Mitglied

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Projekte

Ostseetörn 2016

Logbuch der Teilnehmer

Sonntag

Kiel. Das war unser Starthafen für unsere einzigartige Segelreise quer über die Ostsee. Ab 19 Uhr durften wir endlich die „Sigandor“ zum ersten Mal betreten. Per Menschenkette brachten wir das Gepäck in die Kojen. Nachdem uns Rieke, unser  Kapitän, und seine Crew, Lio und Lotte, begrüßt hatten, gab es auch schon Essen. Danach hatten wir noch Zeit zum Auspacken und Kojen beziehen sowie zum Gesellschaftsspiele spielen. Damit klang unser erster gemeinsamer Abend an Bord aus.

 

Montag

Am Montag durften wir bis 8 Uhr „ausschlafen“. Der Essenslieferservice kam ungefähr um 9:00Uhr an und per Menschenkette wurde nun auch das ganze Essen an Bord geschafft. Nachdem dann auch das Holz für den kleinen Kamin gekauft und Frühstück gegessen worden war, legten wir ab. Einige von uns durften den großen Zweimaster aus der Kieler Förde hinaussteuern. Schon allein das war ein  großes Erlebnis. Wir teilten uns in drei Crews auf und setzten nach Anweisung die Segel. Nach hohen Wellen und stürmischen Winden erreichten wir bei Dunkelheit den Hafen von Maasholm. Als wir alle frisch und duftend von der Dusche der Sanitäranlagen des Hafens zurückkamen, durften wir gleich das leckere Essen genießen. Wieder ließen wir den Abend mit Gesellschaftsspielen ausklingen und gingen alle müde und erschöpft ins Bett.

Dienstag

Am Morgen wurden wir mit Musik geweckt um 9:30 Uhr und der Kochdienst hat für das Frühstück um 10:00 Uhr gesorgt. Wir konnten aufgrund zu starken Windes leider nicht aus der Bucht herausfahren. Trotzdem sind   alle auch bei Regen und Wind rausgegangen zum Appel und Ei spielen. Zwei der Drei Gruppen klingelten bei einem Anwalt, der aber sehr unfreundlich das Fenster öffnete. Er meinte: Wir sollen zu den 100 anderen Omis gehen und sie fragen, da er kein Spielpartner für uns ist. Nach 1h30 Minuten gingen wieder zurück zum Schiff zum Essen. Zunächst erklärte uns Anneke was für Armbänder und Taschen wir basteln bzw. anmalen konnten. Abends bereitete der Kochdienst (Jonas, Maleen, Muriel, Charly und Ole) eine Tomatensuppe vor und zum Nachtisch Obstsalat. Schließlich lagen dann alle um 23:30 Uhr im Bett.

Mittwoch

Unser Tag fing wieder erst um 11:00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück an, nachdem wir mit Musik geweckt wurden. Unser Kapitän Rike war zuvor hereingekommen und berichtete uns, dass der Wind bisher noch nicht abgenommen hatte und wir deshalb nicht rausfahren konnten. In der darauffolgenden Wartezeit hatten wir Zeit zum Duschen und ein wenig Freizeit. Dann trafen wir uns alle wieder um Mittag zu essen und danach uns von Rike die Wetterlage und die Seewege besser erklären zu lassen. Gemeinsam beschlossen wir dann nicht weiter in die Schlei bis nach Kappeln zu fahren, sondern erstmal bis 16:30Uhr zu warten, wie der Wind sich verändert. In der darauffolgenden Zeit haben wir weiter unsere Armbänder gemacht, Gesellschaftsspiele wie Werwolf gespielt und leckere selbstgemachte Waffeln gegessen.  Um 16:30 kam dann Rike wieder runter. Der Wind hatte sich geändert und so mussten wir uns möglichst schnell umziehen und alles extrem seefest verstauen.  Um 17:00 Uhr verließen wir dann den Hafen von Maasholm. Draußen tobte der Wind mit bis zu 7 Windstärken und 2 ½ Meter hohen Wellen. Seekrank wurden aber trotzdem nur sehr wenige. Wir schafften den Weg nach Eckernförde ohne Probleme und am Ende war Rike sehr stolz auf uns: Er hätte die Tour ohne unsere Segelerfahrung nicht gemacht und wir hätten uns sehr vorsichtig und respektvoll verhalten.  Es hat auch uns auch sehr Spaß gemacht und nachdem wir zu Abend gegessen hatten, lagen wir nach ein paar gemeinsamen Spielen dann auch erschöpft im Bett.

Donnerstag

Heute sind wir um 9:45 Uhr aufgestanden und da es schon so spät war, wussten wir alle, dass wir heute nicht mehr rausfahren würden und somit Eckernförde auch unser Endhafen sein würde. Der Wind kam nämlich aus einer sehr ungünstigen Richtung und wir hatten keine Chance gegen den starken Wind anzukommen. Am Freitag sollte der Wind nämlich noch stärker werden.

Nach einem langen und ausgiebigen Frühstück spielten wir eine gute Stunde „Appel und Ei“ in der schönen Innenstadt von Eckernförde.

Die besten ertauschten Dinge am Ende dieser Runde waren: ein Experimentierkasten, ein funktionierendes Fernglas und ein Holz-Klappspiel. Danach aßen wir Spaghetti Bolognese und machten uns fertig für einen Ausflug. Es ging zu der Bonbon-Kocherei und der Schokoladenfabrik von Eckernförde. Nachdem wir zugesehen hatten wie die Bonbons gemacht wurden, packten sich alle selber Bonbon- und Schokoladentüten. Diese durften wir dann alle der Crew, die uns begleitet hat, geben, da unsere Tour noch weiter ging. Sie führte ins Schwimmbad, denn dort war heute Warmbadetag. Allerdings haben wir alle nicht sehr viel davon gespürt.Nach zweieinhalb Stunden und viel geschlucktem Salzwasser gingen wir dann am Strand entlang zurück zum Schiff.

Um 22:00 Uhr aßen wir dann Pfannkuchen, die die Crew für uns gemacht hatte. Nach dem Essen schmückten wir die Messe mit Luftballons und Luftschlangen. Dort wurde dann Musik angemacht und wir ließen den Abend auf verschiede Weise ausklingen. Die Einen trieben sich draußen herum und die Anderen spielten Karten. Gegen 1:00 Uhr lagen dann alle erschöpft im Bett und schliefen dann auch bald ein.

Freitag

Wir sind um 10:390 Uhr mit Musik in Eckernförde geweckt worden. Da wir nicht mehr zurück nach Kiel segeln konnten, durften wir lange ausschlafen. Der Wind kam mit so blöder Richtung und 7 Windstärken in die Eckernförder Bucht, dass wir nur mit einem Knoten nach Kiel rübergekommen wären. Daher bestimmten wir nach einem leckeren Frühstück die Gewinner vom Appel und Ei-Spiel. Es gewannen das Team mit Maleen, Carlotta, Annalena, Lena, Moritz und Ole. Ein Fernglas, ein Porzellanschwein, ein Briefbeschwerer und frischer Früchtetee machten das Gewinnerteam so erfolgreich. Anschließend haben wir alle zusammen ein Bild gemacht und das Schiff aufgeräumt und sauber gemacht. Mit einer Menschenkette ging das Gepäck nun wieder von Bord und ab 14:00Uhr waren dann auch schon die ersten Eltern am Steg. Somit ging eine tolle Woche zu Ende und unsere Wege trennten sich wieder.

Die Teilnehmer

Zum Schluss möchte ich im Namen der J-Sailors auch noch etwas loswerden:

Ihr ward eine geniale Truppe und wir hatten eine unglaublich schöne und lustige Zeit miteinander. Wir sind in dieser kurzen Zeit zu einer Art Familie geworden. Von der Stadt wieder zum Schiff zurückzukehren, war wie Heimkommen. Die Sigandor war für uns 5 Tage lang ein warmes aber auch schaukliges Zuhause, das uns sicher über das Meer gebracht hat. 2 ½ Meter hohe Wellen und bis zu 7 Windstärken haben wir gemeinsam auf See erlebt. Schade war natürlich, dass wir nur zwei Mal aufgrund zu starken Windes segeln konnten. Trotzdem: Wir sind Segler und wissen, dass manchmal das Wetter gegen einen spielt. Die segelfreien Tage konnten wir deshalb auch toll nutzen, wie ihr den Logbucheinträgen entnehmen könnt.

Ein dickes Dankeschön geht an unsere Crew, Rieke, Lotte und Lio, die mit ihren Seemannsgeschichten und einfach durch ihr Dasein uns einen einzigartigen Einblick in das Leben eines Schiffers boten.

Auch an Euch Segler ein Danke, dass ihr euch so gut verstanden habt und mit eurer guten Laune auch die segelfreien Tage zu lustigen Erlebnissen gemacht habt.

Kurz gesagt: Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass der Segeltörn 2016 zu einer wunderschönen Zeit wurde!

Eure Anneke Ostermann

J-Sailors – Mitglied

SJN-Jugendsprecherin

Ostseetörn 2015

1 Schiff

6 Tage

23 Kinder & Jugendliche

320 Seemeilen

Der Törn hat sooo viel Spaß gemacht! Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!

Lotti
LottiTeilnehmerin

Wir waren eine tolle Gruppe und hatten alle viel Spaß!

Andy
AndyJ-Team

Logbuch der Teilnehmer

Sonntag, 25.10.15 – Rostock Stadthafen
Nachdem wir am Sonntag Abend in Rostock ankamen, gab es gegen 20:00 Uhr eine Begrüßung von Kapitän Martin und seinem Maart Maike. Nach der Begrüßung hatten wir noch Zeit mit unseren Eltern Essen zu gehen. Im Anschluss ließen wir den Abend mit Kartenspielen und Unterhaltung in der Messe ausklingen.

Montag, 26.10.15 – Rostock – Fehmarn
08:00 Uhr eigentliches Frühstück, doch das bestellte Essen kam nicht. Dann wurde selber eingekauft und ein leckeres Frühstück zubereitet. Nach einer kurzen Einweisung hieß es warten, warten, warten auf den LKW mit unserer Verpflegung für die Woche. Nach gefühlten tausend Anrufen beim Lieferanten kam es mit einer Verspätung von mehr als einer Stunde am Schiff an. Zitat von Michelle: „Die sind ja wie Bauarbeiter – kommen nie pünktlich. Durch den Trubel am Morgen verloren wir eine Stunde und legten erst um 11 Uhr in Rostock ab. Zunächst ging es etwa eine Stunde über die Warnow in Richtung Ostsee. Während der Fahrt stellten wir jedoch fest, dass die Hälfte unserer Bestellung fehlte, unter anderem die Getränke. Zum Glück waren noch ein paar Reserven an Bord. Als wir Warnemünde passiert hatten hieß es zum ersten Mal Segel setzen! Unter vollen Segeln schipperten wir bei wenig Wind und Sonnenschein in Richtung Dänemark… Durch den schwachen Wind und unsere Verspätung wurde uns jedoch schnell bewusst, dass wir Dänemark heute nicht mehr erreichen würden. Daher änderten wir unseren Kurs in Richtung Burg auf Fehmarn. Nach Bockwurst und Kartoffelsalat und minimalem Seegang J chillten wir erst einmal an Deck. Nach einer Weile wurde uns vom Skipper erlaubt in den Mast zu klettern und die Aussicht zu genießen. Auch das Abendessen, Schnitzel in Cornflakes-Panade schmeckte uns sehr gut. Auch diesen Abend ließen wir mit Spielen ausklingen.

Dienstag, 27.10.15 – Fehmarn – Kiel
Um 7.30 sind wir in Fehmarn aufgestanden und haben um 09.00 Uhr abgelegt. Uns überraschten hohe Wellen auf dem Weg nach Kiel. Bei 5 Windstärkenkamen wir gut voran und erreichten Kiel mit einer Halse nach 10 Stunden. Dort angekommen mussten wir das restliche Essen an Bord bringen. Zum Abendbrot gab es Spagetti Bolognese und einen Obstteller. Danach spielten wir ein Appel und ein Ei. Müde und erschöpft sind wir um halb zwölf ins Bett gegangen.

Mittwoch, 28.10.15 – Kiel – Brunsbüttel
Heute sind wir von Kiel nach Brunsbüttel gefahren. Um 8.30 Uhr, nach einem leckerem Frühstück, sind wir unter Motor zur Schleuse gefahren. Eine halbe Stunde später sind wir bei der Schleuse angekommen, und sind durch sie hindurch gefahren. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen 15°C saßen wir unter Deck und haben Spiele gespielt, denn es gab am Nord-Ostsee Kanal reichlich wenig zu sehen.

Nur ein paar Frachter kreuzten unseren Weg. Das einzige große Highlight war ein Militär U-Boot in Begleitung von zwei Militär Schiffen. Vor dem Mittag hatten wir einen kleinen Zwischenstopp an einem kleinen Dorf mit einem Supermarkt. Zum Mittag gab es eine Tomatensuppe mit Brot. Leider hatte Michelle eine Magendarm Infektion und konnte leider nur in ihrer Kabine bleiben.

Am Abend wurde sie dann ins Krankenhaus geliefert. Gegen Halb fünf gab es fünf verschiedene Workshops zu machen, es gab z. B dekorieren für die Nächtliche Party oder das Schreiben einer Flaschenpost und noch viel weitere. Gegen Halb sieben sind wir in Brunsbüttel angekommen. Zu Abend gab es Spaghetti Bolognese.

Donnerstag,29.10.15 – Brunsbüttel – Ankerplatz Wesermündung
Am Donnerstag legte das Boot schon um 5.30 Uhr in der Früh ab, allerdings mussten wir beim Ablegemanöver nicht dabei sein und konnten etwas länger schlafen. Unter Motor und kaum Wind fuhren wir zunächst durch die Schleuse, auf die Elbe und schließlich in die Nordsee. Da wir gegen Wind und Strom fahren mussten war die Überfahrt nicht besonders schnell und spannend und deshalb spielten wir alle Unterdeck Werwolf. Zum Mittagessen gab es leckeren Milchreis, den wir alle schnell verputzten. Der Nachmittag verging und zum ersehnten Abendessen stand Chili con Carne, ein frischer Salat und als Dessert Vanillepudding auf dem Plan. Außerdem machten die Robben, die mit einigem Abstand zum Boot ihre Köpfe aus dem Wasser streckten, den Donnerstag zu einem sehr interessanten Tag. Nachdem der Anker herunter gelassen wurde, fingen die ersten Ankerwachen an, in dem Steuerhaus auf den Standpunkt des Bootes zu achten. Jede Wache wurde nach einer Stunde von den Nächsten abgelöst. Damit begann die erste Nacht auf offener See. Während der ersten Wachen tanzten die anderen fröhlich in der Messe herum.

Ergebnis der Nacht: keine besonderen Vorkommnisse, nur lustige Sprüche in der Tabelle mit den Standorten der Nacht…

Freitag,30.10.15 – Ankerplatz Wesermündung – Bremerhaven
Am Freitag durften wir bis 09:00 Uhr ausschlafen. Um 09:30 Uhr konnten wir dann frühstücken und danach rief uns Sebastian zu einer Besprechung zusammen. Diese wurde aber durch einen Generalalarm(welcher zum Glück nur eine Feuerübung war) unterbrochen. Nach der Übung haben wir den schweren, schwarzen Anker hochgeholt. Dafür waren kräftige Hände benötigt. Da der schwache Wind ungünstig von vorne kam fuhren wir unter Motor in Richtung Bremerhaven. Während der Fahrt räumten alle eifrig ihre Zimmer auf, putzten die Messe, die Kombüse, den Flur und die Treppen. Als wir dann in Bremerhaven angekommen waren, gab es als letztes Essen an Bord Kartoffelsuppe. Nach letzten Aufräumarbeiten verließen wir die „Albert Johannes“ und trudelten nach einer Weile alle auseinander.

Die Teilnehmer